Dramatisch nahe an Wohnhäusern: Mindestens 10.000 Menschen flohen vor den Flammen

Dramatisch nahe an Wohnhäusern: Mindestens 10.000 Menschen flohen vor den Flammen

Waldbrand bei Jerusalem weitgehend unter Kontrolle

Tausende müssen evakuiert werden, mehrere Quadratkilometer sind betroffen: Westlich von Jerusalem wüten die verheerendsten Brände seit mehreren Jahren. Am Montag gibt es Entwarnung.

JERUSALEM (inn) – In den Hügeln westlich von Jerusalem sind am Sonntag Waldbrände ausgebrochen. Mindestens 10.000 Einwohner aus den Vororten mussten fliehen. Löschflugzeuge kamen mit Unterstützung der Luftwaffe zum Einsatz. Rettungskräfte mussten mehrere Menschen behandeln, die Rauch eingeatmet hatten. Am Montagmittag teilte der Rote Davidstern mit, dass die Feuer weitgehend unter Kontrolle seien; die meisten Evakuierten konnten wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Zu den betroffenen Ortschaften gehören Beit Meir, Ksalon, Ramat Rasiel, Schoresch, Scho'eva und Giv'at Jearim. Sie liegen etwa 13 bis 20 Kilometer Luftlinie westlich der Altstadt. Wegen der Rauchentwicklung waren die Bewohner der näheren Umgebung angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben und besonders auf Sport im Freien zu verzichten. Nach Angaben der Feuerwehr fiel eine Fläche von 17 Quadratkilometern in der bewaldeten Gegend den Flammen zum Opfer.

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Der israelische Regierungschef Naftali Bennett (Jamina) machte sich am Sonntagabend ein Bild der Lage. Dabei dankte er den Feuerwehr- und Rettungskräften für ihren Einsatz. Zu diesem Zeitpunkt war noch unklar, wie sich die Feuer entwickeln würde. Bennett äußerte daher die Sorge, dass sich die Brände wegen der Winde nach Osten in Richtung Jerusalem ausbreiten könnten.

Die Untersuchungen zur Ursache laufen derzeit. Die Feuerwehr geht laut der Nachrichtenseite „Times of Israel“ davon aus, dass die Brände menschengemacht sind. Dabei sei noch unklar, ob es sich um Vorsatz oder um Nachlässigkeit handelt.

Von: df