Mit den neuen Korvetten will Israel seine Erdgasvorkommen im Mittelmeer vor Angriffen schützen

Mit den neuen Korvetten will Israel seine Erdgasvorkommen im Mittelmeer vor Angriffen schützen

Israelische Marine erhält erstes von vier „Sa’ar 6“-Schiffen

Israels Militär setzt weiterhin auf deutsche Rüstungsprodukte. Künftig werden vier in Deutschland gefertigte Korvetten die Marine verstärken. Sie sollen zum Schutz von Gasförderplattformen im Mittelmeer eingesetzt werden.

JERUSALEM / KIEL (inn) – In der kommenden Woche wird Israel ein in Deutschland gebautes Kriegsschiff in Empfang nehmen. Das gab der Kommandeur der israelischen Marine, General Eli Scharvit, am Donnerstag bekannt. Die Korvette „INS Magen“ aus der „Sa’ar 6“-Klasse ist eines von insgesamt vier bestellten Kriegsschiffen. Ein entsprechender Rüstungsvertrag wurde im Mai 2015 unterzeichnet. „Magen“ bedeutet „Schutzschild“, „Sa'ar“ heißt „Sturm“. Die restlichen Schiffe sollen 2021 an Israel ausgeliefert werden. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie ist keine große Übergabe-Zeremonie geplant. Bereits vor der offiziellen Übergabe unternimmt die israelische Marine seit dem 29. Oktober Übungsfahrten. Das Schiff wird im Laufe des Dezembers in Israel erwartet.

Die neuen Korvetten sind mit Tarnkappentechnik ausgerüstet. Die Bewaffnung der Schiffe soll jedoch erst in Israel erfolgen. Wie die israelische Zeitung „Jerusalem Post“ berichtet, kann die „Sa’ar 6“-Klasse mit Raketenabwehrsystemen wie „Iron Dome“, mit „Barak-8-Batterien“ zum Abschuss von Marsch- und ballistischen Raketen, sowie anderen Geräten zur elektronischen Kriegsführung ausgerüstet werden. Die Aufrüstung kann gemäß der Zeitung bis zu anderthalb Jahren dauern. Weiterhin befindet sich eine Plattform zur Landung von Helikoptern an Bord.

Einsatz im Mittelmeer

Eingesetzt werden sollen die Schiffe zum Schutz von Gasförderplattformen im Mittelmeer. Diese stellen für die Feinde Israels ein strategisches Ziel dar. Vor allem von der libanesischen Küste drohe Gefahr, berichtet die „Jerusalem Post“. Die Hisbollah besitzt im Libanon ein geschätztes Waffenarsenal von 130.000 Raketen. Einige davon können Ziele im Mittelmeer ins Visier nehmen.

Die Bundesregierung beteiligt sich mit 115 Millionen Euro an den Kosten. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte den Export der Korvetten mit der besonderen Verantwortung Deutschlands für Israel begründet.

Von: mas

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