Für Frühaufsteher: „Ofek 16“ startete in den Morgenstunden ins All

Für Frühaufsteher: „Ofek 16“ startete in den Morgenstunden ins All

Israel bringt Aufklärungs-Satelliten ins All

Für die Sicherheit Israels ist auch die Aufklärung aus dem All nötig. Der jüdische Staat lässt daher seit Ende der 1980er Satelliten um den Erdkreis fliegen. Nun kommt ein neues Modell hinzu.

PALMACHIM (inn) – Die israelische Luftwaffe hat am frühen Montagmorgen einen Spionage-Satelliten ins Weltall gebracht. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, startete der Flugkörper namens „Ofek 16“ um vier Uhr Ortszeit von der Luftwaffenbasis Palmachim, die an der Küste auf halber Strecke zwischen Aschdod und Tel Aviv liegt.

Verteidigungsminister Benny Gantz (Blau-Weiß) bezeichnete den Start als „außerordentliche Leistung“ des Verteidigungsapparats. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass Israel zu den 13 Nationen mit Satellitenfähigkeiten gehöre. Insbesondere lobte er das Rüstungsunternehmen Israel Aerospace Industries (IAI), das an der Entwicklung primär beteiligt war. Gantz fügte an: „Technologische Überlegenheit und Spionagefähigkeiten sind essentiell für die Sicherheit des Staates Israel. Wir werden die israelischen Fähigkeiten weiter an allen Fronten stärken.“

Volle Einsatzbereitschaft steht aus

Der Satellit soll mit seinen „fortschrittlichen Fähigkeiten“ Bilder schießen, die der militärischen Aufklärung dienen. An dem Projekt wirkten neben IAI mehrere israelische Rüstungsfirmen mit. So steuerte Elbit unter anderem die Kamera bei, während Rafael für den Antrieb zuständig war.

Der Satellit befindet sich inzwischen in seiner Umlaufbahn und hat planmäßig die ersten Signale gesendet. Aktuell werden eine Reihe von Tests durchgeführt. Sobald „Ofek 16“ voll einsatzbereit ist, übernimmt Aufklärungseinheit 9900 die Kontrolle.

Israel startete im Jahr 1988 mit dem Satellit „Ofek 1“ (Horizont 1) sein Raumprogramm. Neben militärischen Zwecken nutzt Israel Satelliten auch für Forschungsprojekte, wie etwa im Jahr 2017 zusammen mit Frankreich. Im vergangenen Jahr sorgte der letztlich gescheiterte Versuch für Aufsehen, eine Raumsonde auf dem Mond landen zu lassen.

Von: df

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