Das neue Jahr soll süß sein, daher essen Juden zum Neujahrsfest in Honig getauchte Apfelschnitze. Auch Granatäpfel werden gerne gegessen. Die Vielzahl der Kerne der roten Frucht steht für den vielfältigen Segen, der für das neue Jahr erhofft wird.

Das neue Jahr soll süß sein, daher essen Juden zum Neujahrsfest in Honig getauchte Apfelschnitze. Auch Granatäpfel werden gerne gegessen. Die Vielzahl der Kerne der roten Frucht steht für den vielfältigen Segen, der für das neue Jahr erhofft wird.

Grüße aus aller Welt für das jüdische Volk

Zum Neujahrsfest erreichen Juden Glückwünsche aus vielen Ländern – auch aus dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein saudischer Blogger hat musikalische Grüße nach Israel geschickt.

JERUSALEM (inn) – „Den Menschen vor Ort wünsche ich, dass das neue Jahr ein Jahr ohne Gewalt sein möge und sich neue Wege zum Frieden öffnen.“ Das hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) in seiner Grußbotschaft anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes Rosch HaSchanah verlauten lassen. Israel könne sich darauf verlassen, dass sich Deutschland weiterhin für Frieden und Sicherheit für alle Menschen in der Region einsetzen werde, so Maas weiter.

„Dass jüdisches Leben in Deutschland nach dem Zivilisationsbruch der Scho'ah keine Selbstverständlichkeit darstellt, ist mir schmerzlich bewusst. Aber ich bin zutiefst erfreut über die große Zahl jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Deutschland ihr Zuhause nennen. Jüdisches Leben gehört zu unserem Land – jüdische Traditionen, jüdischer Glauben, jüdische Lebenspraxis sind Teil unserer Kultur“, erklärte Maas. Der Minister verurteilte den wachsenden Antisemitismus. Die Bundesregierung akzeptiere zudem „unter keinen Umständen, dass das Existenzrecht Israels in Frage gestellt oder der Holocaust relativiert wird“.

Saudi singt auf Hebräisch

Die Grüße aus Berlin reihen sich ein in Botschaften aus aller Welt zum Neujahrsfest, das am Sonntagabend begonnen hat. Ein Blogger aus Saudi-Arabien, Mohammed Saud, hat seine Grüße über den Kurznachrichtendienst Twitter übermittelt. Dort teilte er ein Video, in dem er auf Hebräisch das Lied „Ochila Lael“ von Rabbi Hilel Palay singt. Der Saudi hatte Israel im Juli mit einer Delegation von Journalisten und Bloggern aus anderen arabischen Ländern besucht. Im Mai hatte er sich auf Twitter für Koexistenz und Frieden zwischen Saudi-Arabien und Israel ausgesprochen.

Zum Neujahrsfest meldete sich auch der Iran. Ein Sprecher aus dem Außenministerium, Abbas Musavi, schrieb auf Twitter: „Wir wünschen unseren jüdischen Landsleuten und allen wahren Nachfolgern des großen Propheten Moses ein frohes neues Jahr.“ Seine Grüße twitterte er auf Farsi, Englisch und Hebräisch.

Vor der Islamischen Revolution 1979 lebten rund 100.000 Juden im Iran. Der Staat hatte gute Beziehungen zu Israel. Heute droht das Regime in Teheran immer wieder mit der Vernichtung des jüdischen Staates. Der Onlinezeitung „Times of Israel“ zufolge leben im Iran derzeit noch etwa 8.500 Juden.

Auch von der anderen Seite des Persischen Golfes erreichten das jüdische Volk Grüße: Der Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Abdullah Bin Sajed al-Nahjan, twitterte ein kurzes „Shana Tovah“ („Ein gutes neues Jahr“).

Johnson kritisiert wachsenden Antisemitismus

Der britische Premierminister Boris Johnson erklärte in einer Videobotschaft: „Ich werde immer da sein, um Sie gegen den beschämenden Antisemitismus zu verteidigen, den wir zunehmend sehen und der für unser Land eine schreckliche Plage ist.“ Jedem, der Rosch HaSchanah feiere, wünsche er ein „sehr glückliches und süßes neues Jahr“, sagte Johnson weiter.

Neben US-Präsident Donald Trump, übermittelten Neujahrsgrüße unter anderen Italiens Präsident Giuseppe Conte, Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro, Russlands Präsident Wladimir Putin und der Präsident von Simbabwe, Emmerson Mnangagwa.

Von: dn

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