Die 17-jährige Rina Schnerb kam bei einem Terrorangriff ums Leben

Die 17-jährige Rina Schnerb kam bei einem Terrorangriff ums Leben

17-jährige Israelin bei Terroranschlag getötet

Israel sprach offiziell schon von einer „Terrorwelle“ im August, nun kommt ein weiterer Anschlag dazu: Im Westjordanland stirbt eine junge Israelin durch einen Sprengsatz, zwei Familienmitglieder werden verwundet.

DOLEV (inn) – Bei einem Terroranschlag nahe der Siedlung Dolev ist am Freitagmorgen die 17-jährige Israelin Rina Schnerb durch einen Sprengsatz getötet worden. Ihr Vater Eitan, ein 46-jähriger Rabbi aus Lod, und ihr 19-jähriger Bruder Dvir wurden schwer verwundet. Ein Militärhubschrauber brachte die beiden ins 20 Kilometer südöstlich gelegene Jerusalem zur Behandlung im Hadassah-Krankenhaus Ein Kerem.

Die Armee stufte die Tat als „schweren Terrorangriff“ ein. Die Suche nach den Tätern hielt am Freitagnachmittag an. Ob diese zu einer Terrorgruppe gehören oder allein handelten, war zunächst unklar. Die Terror-Organisation Hamas lobte den Anschlag, bekannte sich aber nicht dazu. Weiter unklar ist auch der Ablauf der Tat: Möglich ist, dass der Sprengsatz geworfen wurde, oder dass er durch eine Fernzündung detonierte, als sich die Familie ihm näherte.

Netanjahu: Jüdische Gemeinschaften stärken

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu bekundete den Angehörigen sein Beileid und wünschte den Verletzten schnelle Genesung. „Wir werden die jüdischen Gemeinschaften weiter stärken“, kündigte er an. „Wir werden uns tiefer verwurzeln und gegen unsere Feinde vorgehen.“

Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin zeigte sich angesichts der Tat „geschockt und in Trauer“. „Das war ein abscheulicher Angriff auf unschuldige Menschen, die ihren alltäglichen Dingen in Frieden nachgingen.“ Rivlin dankte den medizinischen und militärischen Einsatzkräften. „Wir werden nicht aufhören, bis der Gerechtigkeit Genüge getan ist, und wir werden den Terror kompromisslos bekämpfen.“

Mittlerweile hat sich der Zustand des Vaters stabilisiert. Er war nach dem Anschlag bei Bewusstsein geblieben und hatte die Rettungskräfte gerufen. Sein Sohn war bei Ankunft der Einsatzkräfte bewusstlos. Er wurde operiert und befindet sich nun nach Angaben der Ärzte ebenfalls in stabilem Zustand. Seine Verletzungen seien nicht lebensgefährlich. Rina Schnerb wurde unterdessen um halb vier Uhr Ortszeit auf dem Friedhof von Lod begraben.

Schon vor dem Terrorakt vom Freitag hatte die israelische Botschaft in Berlin von einer „Terrorwelle“ gegen Israelis gesprochen. Den Anfang machte in dieser Zählung der Mord an dem Talmudschüler Dvir Sorek am 7. August. Hinzu kamen vier Versuche bewaffneter Palästinenser, vom Gazastreifen nach Israel einzudringen. In Jerusalem hatten zwei Teenager einen Polizisten mit einem Messer angegriffen und verletzt. Bei einem Autoangriff wurde an einer Bushaltestelle eine Israelin lebensgefährlich verletzt. Aus dem Gazastreifen feuerten Palästinenser Raketen auf Israel ab und ließen Brandballons auf israelisches Gebiet fliegen.

Dieser Artikel wurde zuletzt um 16:16 Uhr aktualisiert.

Von: df

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungs- bedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus

Israelnetz Newsletter

Lesen Sie die Nachrichten werktäglich auf Ihrem Bildschirm.