Am Donnerstagmorgen ist es zu einem tödlichen Vorfall am Gaza-Grenzzaun gekommen (Symbolbild)

Am Donnerstagmorgen ist es zu einem tödlichen Vorfall am Gaza-Grenzzaun gekommen (Symbolbild)

Hamas-Mitglied an Gaza-Grenze erschossen

Bei einem Vorfall am Gaza-Grenzzaun haben israelische Soldaten am Donnerstag ein Hamas-Mitglied erschossen. Sie hielten den Palästinenser irrtümlicherweise für einen bewaffneten Terroristen.

JERUSALEM / GAZA (inn) – Das israelische Militär hat den Vorfall um ein erschossenes Hamas-Mitglied in der Nähe des Gaza-Grenzzauns am Donnerstag als „Missverständnis“ bezeichnet. Israelische Soldaten hatten am Morgen an der nördlichen Grenze den Mann erschossen, weil sie ihn für einen Terroristen hielten.

„Zwei Palästinenser näherten sich dem Bereich vor dem Grenzzaun am frühen Morgen im nördlichen Gazastreifen. Hinter ihnen war ein sich zurückhaltendes Hamas-Mitglied, das die Menschen zurück nach Gaza nehmen sollte“, teilte das israelische Militär mit. „Eine erste Ermittlung deutet an, dass die Soldaten, die an den Ort kamen, das Hamas-Mitglied für einen bewaffneten Terroristen hielten und aufgrund dieses Missverständnisses auf ihn feuerten.“ Der Vorfall werde weiter überprüft.

Hamas droht mit Vergeltung

Auch die Hamas äußerte sich zum Vorfall: „Wir werden diese Erschießung nicht ohne eine Reaktion unsererseits akzeptieren. Israel wird für diese Taten bezahlen.“ Israel habe bewusst auf ein Hamas-Mitglied gefeuert, das seine Pflicht erfüllt habe. Palästinensische Sicherheitskreise sprechen davon, dass das Hamas-Mitglied einen Zwölfjährigen, der Vögel jagte, davon abhalten wollte, sich der Grenze zu nähern.

Der Vorfall geschah in einer Phase, als eine Delegation des ägyptischen Geheimdienstes auf dem Weg in den Gazastreifen war, um eine weitere Waffenruhe mit Israel zu verhandeln. Die Gruppe sollte auch ein Versöhnungsgespräch zwischen der Hamas und der Fatah anstoßen.

Von: mm

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