Auf Twitter hat die Armee die Angriffe rund um Damaskus vom 21. Januar bestätigt

Auf Twitter hat die Armee die Angriffe rund um Damaskus vom 21. Januar bestätigt

Israel greift iranische Ziele in Syrien an

Israels Luftwaffe hat in der Nacht zum Montag iranische Ziele in Syrien unter Beschuss genommen. Israelische Medien berichten von einem massiven Angriff. Derweil rückt Israels Regierung von einer früheren Haltung ab und spricht offen über den Beschuss.

DAMASKUS / JERUSALEM (inn) – Israel hat am Sonntag und Montag iranische Ziele nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus angegriffen. Dabei wurden elf Kämpfer getötet. Am Sonntagnachmittag feuerten die iranischen „Al-Quds-Brigaden“ eine Rakete auf die Golanhöhen ab.

Wie syrische Medien berichten, hatte die israelische Luftwaffe am Sonntag zunächst mehrere iranische Ziele nahe des Flughafens von Damaskus unter Beschuss genommen. Die Raketen seien jedoch abgefangen worden. Am Sonntagnachmittag feuerten dann iranische Kämpfer eine Rakete auf die Golanhöhen in Israel ab. Diese wurde ebenfalls von einem Raketenabwehrsystem abgefangen. Das Skigebiet um den Berg Hermon in Israel wurde nach dem Angriff aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Israel reagierte in der Nacht zum Montag mit dem bislang schwersten Beschuss iranischer Ziele in Syrien. Die Armee zerstörte nach eigenen Angaben unter anderem ein Waffenlager und eine Trainingsstätte der iranischen „Al-Quds-Brigaden“. Diese sind die Eliteeinheit der Iranischen Revolutionsgarde. Sie werden vor allem im Ausland eingesetzt.

Bei dem Einsatz wurden die israelischen Kampfflugzeuge von syrischen Truppen mit Raketen unter Beschuss genommen. Die Israelis feuerten daraufhin auch auf die syrischen Abwehrstellungen. Dabei wurden mindestens elf Kämpfer getötet, unter ihnen sind vier syrische Soldaten. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Armee: „Sind auf alle Szenarien vorbereitet“

Über den Kurznachrichtendienst Twitter teilte die Armee mit: „Wir machen das syrische Regime für alles verantwortlich, was in Syrien geschieht, und warnen es davor, auf Israel zu zielen oder anderen zu erlauben, Israel von seinem Boden aus zu treffen. Wir sind auf alle Szenarien vorbereitet und werden nach Bedarf weiterhin zur Verteidigung der israelischen Zivilisten vorgehen.“

Israel hat wiederholt verkündet, es werde keine iranische Präsenz in Syrien dulden. Die Luftwaffe hat in den vergangenen Jahren immer wieder iranische Ziele in dem Nachbarland unter Beschuss genommen. Diese Angriffe hatte Israel weder bestätigt noch dementiert. In den vergangenen Tagen hat sich die Regierung in Jerusalem jedoch offen zu solchen Angriffen geäußert. Geheimdienstminister Israel Katz sagte dem israelischen Fernsehen am Montag, die neue offene Haltung stärke Israels Abschreckung. „Wer sich bekennt, der sagt: ich bin hier“, erklärte Katz laut der deutschen Nachrichtenagentur dpa. Die Botschaft sei eindeutig: Wer Raketen auf Israel abfeuere, „der wird den vollen Preis zahlen“.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu betonte laut der Zeitung „Yediot Aharonot“ am Sonntag: „Wir haben eine dauerhafte Politik: mit Angriffen gegen die iranische Etablierung in Syrien vorzugehen und jeden zu attackieren, der uns schädigen will.“

Der Iran, der Israel immer wieder offen mit Zerstörung droht, ist neben Russland engster Verbündeter von Syriens Machthaber Baschar al-Assad.

Von: dn

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