Mitarbeiter der UNRWA müssen sich derzeit um ihre Sicherheit Sorgen machen

Mitarbeiter der UNRWA müssen sich derzeit um ihre Sicherheit Sorgen machen

UNRWA-Mitarbeiter bringen sich in Israel in Sicherheit

Die UNRWA muss wegen der Finanzkrise ihre Dienstleistungen einschränken. Im Gazastreifen bekommt sie daher den Zorn der Einwohner zu spüren. Ein Teil der Belegschaft sucht Zuflucht in Israel.

GAZA (inn) – Das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) im Gazastreifen hat nach Gewaltandrohung zahlreiche internationale Mitarbeiter nach Israel in Sicherheit gebracht. Die Drohungen kamen nach der Bekanntgabe von Einschränkungen bei den Dienstleistungen auf. Diese waren notwendig geworden, weil die US-Regierung zu Beginn des Jahres die Geldmittel gekürzt hatte.

Im Gazastreifen sind sechs von insgesamt 19 der internationalen Mitarbeiter geblieben. Der Rest gelangte in der vergangenen Woche über den Eres-Übergang aus dem Gebiet – obwohl dieser aufgrund des jüdischen Sukkot-Festes eigentlich geschlossen war. Sowohl die UNRWA als auch die israelische Armee bestätigten den Vorgang am Montag. Nach Informationen der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ ist es wahrscheinlich, dass auch die im Gazastreifen Verbliebenen noch evakuiert werden.

Bitte um Schutz

Am Montag protestierten zudem Palästinenser in Gaza-Stadt vor einem Hotel, in dem sich UNRWA-Vertreter aufhielten. Nach Angaben des Hilfswerks sind Mitarbeiter dabei drangsaliert worden, so dass sie nicht ihren Aufgaben nachkommen konnten. Wie es in einer Mitteilung weiter heißt, kam es bereits in den vergangenen Wochen zu ähnlichen Vorfällen. Die UNRWA rief die von der radikal-islamischen Hamas geführten Sicherheitsbehörden auf, für Schutz zu sorgen.

Dem Hilfswerk fehlen aktuell noch 64 Millionen US-Dollar, um seinen üblichen Betrieb aufrecht zu erhalten. Die Organisation bemühte sich in diesem Jahr mehrfach, über Spendenaufrufe dem Geldmangel zu begegnen. Am vergangenen Freitag gab sie bekannt, im Rahmen der UN-Generalversammlung Zusagen von 122 Millionen US-Dollar erhalten zu haben. Zusagen kamen unter anderen von Schweden, der Türkei und Deutschland.

Von: df

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