UNIFIL-Soldaten patrouillieren im Südlibanon (Archivbild)

UNIFIL-Soldaten patrouillieren im Südlibanon (Archivbild)

Israel fordert mehr Widerstand gegen Hisbollah

Die internationale Schutztruppe UNIFIL geht routinemäßig in die Verlängerung. Aus Sicht Israels leisten die Blauhelme zwar wertvolle Dienste – doch sie tun zu wenig, um die Aufrüstung der Hisbollah zu stoppen.

NEW YORK (inn) – Der UN-Sicherheitsrat hat am Donnerstag vor einem neuen Konflikt an der Nordgrenze Israels gewarnt. Anlass war eine Sitzung zur routinemäßigen Verlängerung der Schutztruppe UNIFIL im Südlibanon um ein Jahr.

Die entsprechende Resolution mahnte „alle Seiten“ zur größtmöglichen Zurückhaltung. Die von Frankreich eingebrachte Terrormiliz Hisbollah wird nicht namentlich genannt. Die USA hatten dies laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ gefordert.

Warnung vor Hisbollah

Rod Hunter von der amerikanischen Vertretung bei den Vereinten Nationen warnte vor dem aufgestockten Raketenarsenal der Hisbollah. Zwölf Jahre nach Beginn des aktuellen Mandats sei es nicht hinnehmbar, dass sich die Terrormiliz fortwährend über das Waffenverbot hinwegsetze. Im Südlibanon darf nach den Vorstellungen der UN niemand außer der regulären Armee Waffen besitzen. Die Hisbollah hat allerdings bis zu 120.000 Raketen in dem Gebiet gelagert.

Unterdessen hat sich Armeechef Gadi Eisenkot in der vergangenen Woche mit dem neuen UNIFIL-Kommandeur Stefano Del Col getroffen. Er rief ihn laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ dazu auf, stärker gegen die Hisbollah vorzugehen. Nach Einschätzung der Armee hilft die UNIFIL zwar dabei, für Ruhe an der Nordgrenze zu sorgen. Doch die Schutztruppe schreite nicht beherzt genug ein, wenn die Hisbollah gegen UN-Resolutionen verstößt. Eisenkot betonte, die Terrormiliz verfüge nicht nur über ein gewaltiges Raketenarsenal, sondern sei auch imstande, 30.000 Kämpfer zu mobilisieren. Etwa 200 Dörfer im Südlibanon habe sie in „Hochburgen“ verwandelt.

Von: df

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