Barkat (l.) und Netanjahu: Beide Politiker befanden sich im Visier der Terroristen

Barkat (l.) und Netanjahu: Beide Politiker befanden sich im Visier der Terroristen

Geplanter Anschlag auf Netanjahu vereitelt

In Jerusalem kommt der israelische Inlandsgeheimdienst einer Terrorzelle auf die Spur. Sie plant unter anderem einen Anschlag auf Regierungschef Netanjahu. Die Anordnung dafür kommt aus Syrien.

JERUSALEM (inn) – Der Inlandsgeheimdienst Schabak hat geplante Anschläge auf israelische Führungspersönlichkeiten vereitelt. In den vergangenen Wochen nahmen Sicherheitskräfte drei Mitglieder einer Terrorzelle fest, die von Syrien aus gesteuert wurde. Sie hatte unter anderem Attentate auf Premierminister Benjamin Netanjahu und den Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat geplant. Das gab der Schabak am Dienstag bekannt.

Einer der Verdächtigen, Muhammad Dschamal Raschde, lebt demnach in Schuafat in Ostjerusalem und hat einen israelischen Personalausweis. Der 30-Jährige war bereits früher in Terroraktivitäten verwickelt, schreibt die Tageszeitung „Ma'ariv“. Nach seiner Aussage hatte die Gruppe unterschiedliche Ziele im Visier. Dazu zählten Gebäude, die dem amerikanischen Konsulat gehören. Auch Mitglieder einer kanadischen Gesandtschaft, die in Jerusalem die palästinensischen Sicherheitskräfte im Westjordanland trainieren wollten, seien als mögliche Ziele gehandelt worden.

Zudem wollten die Araber einen Terroristen aus Jordanien einschleusen. Auf Anordnung des Drahtziehers in Syrien sollte Raschde Geheimdienstinformationen über Ziele sammeln, gegen die Anschläge geplant waren. Die beiden Komplizen bestätigten durch ihre Aussagen im Verhör die Verdachtsmomente. Gegen die drei Palästinenser wurde Anklage eingereicht.

Bürgermeister Barkat kommentierte die gegen ihn gerichteten Anschlagspläne auf Facebook: Der Schabak habe ihn darüber informiert, dass er eines der anvisierten Ziele sei. „In dieser ganzen Zeit habe ich darauf bestanden, nichts an meiner Tagesordnung zu ändern, denn wir dürfen nicht zulassen, dass der Terror uns die Tagesordnung diktiert“, zitiert ihn die Nachrichtenseite „Walla“. „Jeder, der vorhat, eine Wirklichkeit mittels Terror zu ändern, soll wissen, dass er einen großen Fehler begeht. Er wird nicht nur keinen Erfolg haben, sondern letztlich wird er von den Sicherheitskräften gefasst und auf das Strengste bestraft werden.“

Von: eh