Generalstabchef Eisenkot rief die Soldaten auf, sich für die Herausforderungen der Zukunft zu wappnen

Generalstabchef Eisenkot rief die Soldaten auf, sich für die Herausforderungen der Zukunft zu wappnen

Generalstabschef Eisenkot würdigt Soldaten

Auch die israelische Armee wird 70. Bei einer Feier in Latrun betonen Politiker deren Stärke. Einen historischen Brief erhalten Soldaten und Kommandeure vom aktuellen Generalstabschef.

LATRUN (inn) – Militärvertreter und Politiker haben am Montagabend das 70-jährige Bestehen der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte gefeiert. Bei der Zeremonie in Latrun betonten die Redner die Stärke der Armee, gingen aber auch auf aktuelle Herausforderungen ein. Staatsgründer David Ben-Gurion hatte die Gründung der Streitkräfte Ende Mai 1948 angeordnet.

Premierminister Benjamin Netanjahu erinnerte in seiner Rede an den Begründer des politischen Zionismus, Theodor Herzl: Dieser habe auf dem Bedarf einer Verteidigungsarmee für den zukünftigen jüdischen Staat bestanden. Ben-Gurion habe dies mit der Gründung der Armee verwirklicht, sagte er gemäß der Tageszeitung „Yediot Aharonot“. „Das gesamte Volk hat bei ihrem Aufbau mitgewirkt.“ Der Regierungschef ergänzte: „An diesem Schutzwall wird ein ums andere Mal die Illusion unserer Feinde zerschmettert, dass sie uns aus unserem Land entfernen könnten, und von Generation zu Generation wird unsere Stärke größer. Die Staatsgründung führte nicht zum Ende des Willens, uns anzugreifen. Doch sie brachte die Fähigkeit, einen Krieg gegen unsere Feinde zurückzugeben. Wer uns trifft – den werden wir treffen.“

Auch Staatspräsident Reuven Rivlin lobte die Verteidigungsstreitkräfte: „Dank der israelischen Armee können wir ruhig schlafen. Dank der Armee führen wir auch in nicht einfachen Tagen ein konventionelles Leben. Dank der Armee stehen unsere Soldaten und Kommandeure heute hier und begehen 70 Jahre Staat Israel. Wir standen und stehen vor direkten iranischen Versuchen, den Staat Israel zu treffen.“

Verteidigungsminister Avigdor Lieberman merkte an: „Jeder Soldat versteht heute, dass sein Erfolg bei einer Mission im Gebiet um den Gazastreifen oder im Norden ein wichtiger Bestandteil unserer Stärke ist.“ Das menschliche Kapital sei für das Militär bedeutsam. Generalstabschef Gadi Eisenkot versicherte: „Die israelische Armee wird weiter mit Verantwortung, Abwägung und aus unserer Verpflichtung heraus agieren, die Sicherheit des Staates Israel zu gewährleisten.“ Er fügte an: „Soldaten und Kommandeure, auf uns allen ruht die Verantwortung, uns auf die Herausforderungen innerhalb unserer Grenzen und darüber hinaus vorzubereiten.“

Ein Brief zum Jubiläum

Aus Anlass des Geburtstages hat der Generalstabschef zudem einen Brief an alle Soldaten und Kommandeure verfasst. Darin würdigt er die Verdienste des Militärs seit der Staatsgründung.

„In ihrem 70. Jahr ist die israelische Armee eine fortschrittliche, einfallsreiche und bereite Armee“, zitiert „Yediot Aharonot“ aus dem Rundbrief, der am Montag verschickt wurde. „Tag für Tag sind unsere Soldaten an den Grenzen stationiert und agieren mit voller Kraft und an jedem Ort, wo es nötig ist, gegen diejenigen, die Israels Sicherheit antasten wollen. An der starken Basis unserer Kämpfer befindet sich ein entschlossenes, mutiges und verwurzeltes Herz, das Herz des israelischen Kämpfers.“

Eisenkot verweist auf drei der zentralen Sockel, auf denen die Säulen des israelischen Militärs stünden: Es handele sich um eine Volksarmee des Volkes, eine staatliche Armee und eine wertorientierte Armee. Bedeutend seien auch die Verteidigung des Staates, die Liebe zur Heimat und die Menschenwürde.

Gleichzeitig erhielten die Soldaten und Kommandeure den Brief vom 31. Mai 1948, in dem der erste israelische Premier und Verteidigungsminister Ben-Gurion die Gründung der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte angeordnet hatte. „Die Wehrpflichtigenarmee im Staate Israel wird sich zusammensetzen aus Heer, Marine und Luftwaffe, einschließlich passender militärischer Dienste“, hieß es seinerzeit. Dazu sollten alle gehören, die bis zum 1. Juni in verschiedenen Brigaden und Zweigen gedient und an der Verteidigung des Jischuw – also der jüdischen Bevölkerung im Mandatsgebiet Palästina – und am Krieg um die Freiheit Israels teilgenommen hätten. „Alle, die jetzt von Neuem rekrutiert werden nach der Anordnung der israelischen Regierung, werden die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte darstellen.“

Von: eh

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