Beim „Marsch der Rückkehr“ rücken Palästinenser seit Wochen näher an den Grenzzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen heran. Dabei kommt es zu Gewaltausbrüchen. (Archivbild)

Beim „Marsch der Rückkehr“ rücken Palästinenser seit Wochen näher an den Grenzzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen heran. Dabei kommt es zu Gewaltausbrüchen. (Archivbild)

Vier Tote bei Gewalt in Grenzregion

Bei erneuten Zusammenstößen an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel sind vier Palästinenser getötet worden. Die gewaltsamen Proteste gehen damit in die vierte Woche.

GAZA (inn) – Bei erneuten Zusammenstößen mit israelischen Soldaten sind im Gazastreifen am Freitag vier Palästinenser getötet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Hamas-Regierung wurden zudem 729 Palästinenser bei den Massenprotesten verletzt, 126 von ihnen durch Schüsse.

Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer seit Beginn der gewaltsamen Ausschreitungen in der Grenzregion auf 39, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet. Die radikal-islamische Hamas hat eingeräumt, dass mehrere der Toten zu ihr gehörten.

Bei den sogenannten „Märschen der Rückkehr“ hatten bereits an den vergangenen drei Freitagen bis zu 30.000 Menschen Kurs auf den Grenzzaun genommen. Die Teilnehmerzahl ging jedoch stetig zurück. An diesem Freitag waren laut Angaben der Armee nur noch etwa 3.000 Palästinenser zu der Demonstration gekommen. Wie auch bei den vergangenen Protesten zündeten Palästinenser Autoreifen an und warfen Brandsätze in Richtung Israel. Sie versuchten erneut, mit Brandbomben bestückte Drachen über die Grenze nach Israel zu lenken.

Armee warnte Anwohner mit Flugblättern

Die Demonstranten entlang der Grenze fordern eine Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge in ihre frühere Heimat, die heute der Staat Israel ist. Die Zeitung „Yediot Aharonot“ berichtet, dass sich die Protestcamps der Palästinenser am Donnerstag dem Grenzzaun genähert haben. Die Organisatoren planten, mit ihren Zelten bis zum 15. Mai direkt am Zaun anzukommen.

Die israelischen Streitkräfte waren deshalb schon im Vorfeld in Alarmbereitschaft. Sie hatten am Freitagmorgen die Anwohner der Region mit Flugblättern vor Ausschreitungen gewarnt – und davor, von der Hamas als Schutzschilde instrumentalisiert zu werden, berichtet die Tageszeitung „Ha'aretz“.

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Von: mb