Aufgezeichnete Konfrontation: Die Armee reagiert auf ein Video eines „B'Tselem“-Aktivisten

Aufgezeichnete Konfrontation: Die Armee reagiert auf ein Video eines „B'Tselem“-Aktivisten

Armee kritisiert „B'Tselem“-Video

Ein Video der Organisation „B'Tselem“ zeigt die Verhaftung von Palästinensern durch Soldaten. Für „B'Tselem“ ist dies ein Beleg für die Willkür der Armee. Diese erwidert, die Soldaten hätten nach Vorschrift gehandelt.

JERUSALEM (inn) – Die israelische Armee weist Kritik der Organisation „B'Tselem“ zurück. Diese hatte ein Video verbreitet, das die Verhaftung eines arabischsprachigen Mannes durch Soldaten im Westjordanland zeigt. Der Mann gibt sich gegenüber den Soldaten als Mitarbeiter von „B'Tselem“ aus. Er hält die Verhaftung mit seiner Kamera fest.

Der Vorfall ereignete sich am 10. Februar nahe der Siedlung Jitzhar: Drei Palästinenser nähern sich drei Soldaten, einer davon hält die Kamera. Die Soldaten fordern die Palästinenser auf Arabisch auf, nach Hause zu gehen. Diese weigern sich und behaupten, sie befänden sich bereits zuhause. Daraufhin verlangen die Soldaten den Ausweis des Kameramannes. Schließlich nehmen die Soldaten ihn fest.

„B'Tselem“ erklärt dazu, die Soldaten hätten sich zuvor einer Gruppe von Palästinensern genähert. Die Palästinenser stammen demnach aus der nahegelegenen Ortschaft Madama. Die Soldaten seien von der Siedlung Jitzhar her gekommen und hätten die Palästinenser mit Tränengas beworfen, so dass einige geflohen seien. Drei dieser Soldaten hätten sich dann den Palästinensern genähert; dann folgte die auf Video aufgezeichnete Konfrontation.

Armee: Soldaten haben wie erwartet reagiert

Einer Armeeuntersuchung zufolge haben die drei Palästinenser die Soldaten 40 Minuten lang aus nächster Nähe gefilmt. Die Soldaten gaben an, einer der Palästinenser habe sie getreten, daraufhin sei die Verhaftung erfolgt. Der von „B'Tselem“ geschilderte Aspekt mit dem Tränengas ist nicht auf Video festgehalten.

Der Armeesprecher Motti Almos teilte zu dem Video an „B'Tselem“ gewandt mit, die Armee reagiere nicht immer auf derlei Material, „denn manchmal ist alles, was Ihr wollt, kostenlose Aufmerksamkeit“. Weiter sagte er: „Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen dem Festhalten eines Vorfalls, während er passiert, und dem Provozieren eines Vorfalls, indem man mit einer Kamera an einen bestimmten Ort geht. Meistens bevorzugt Ihr Letzteres und erzeugt Spannungen, die zuvor gar nicht vorhanden waren.“

Zu dem Vorfall sagte er, die Soldaten hätten wie erwartet reagiert. „Sie produzieren fortlaufend Videos im Namen der freien Meinungsäußerung, sogar wenn die Meinungsäußerung nicht im Kontakt mit der Realität ist“, sagte Almos laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“. „Wir werden weiterhin die Bürger Israels beschützen.“

Von: df

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