Vor allem viele Sudanesen suchen in Israel Asyl (Archivbild)
Vor allem viele Sudanesen suchen in Israel Asyl (Archivbild)

Zahl der Asylsuchenden enorm gestiegen

JERUSALEM (inn) – Mehr als 100 illegale Einwanderer sind seit Anfang August nach Israel gelangt. Das sind mehr als in den Jahren 2013 und 2014 zusammen.

Wie die Tageszeitung „Ha‘aretz“ meldet, kamen im August und September 101 Asylsuchende nach Israel. Sie stammten vor allem aus dem Sudan. Im August seien 44 Migranten in den jüdischen Staat gelangt und im September 57. An Jom Kippur seien es allein 29 illegale Einwanderer gewesen. An dem höchsten jüdischen Feiertag, der vor eine Woche begangen wurde, ruht in Israel alles öffentliche Leben.

Das Innen- sowie das Justizministerium führen den Anstieg auf eine Entscheidung des Obersten Gerichtes zurück. Dieses hatte vor zwei Monaten die Haftstrafe für illegale Einwanderer von einem Jahr und acht Monaten auf ein Jahr herabgesetzt. Menschenrechtsgruppen sehen laut dem Bericht zunehmende Schwierigkeiten für Asylsuchende bei der Flucht nach Europa als Ursache.

Israel hatte im Januar 2013 den Bau eines Sicherheitszaunes an der Grenze zu Ägypten weitestgehend abgeschlossen. Dieser soll Terroristen und illegale Einwanderer aus Afrika fernhalten. Bis zur Fertigstellung des Zaunes waren jeden Monat Hunderte, zum Teil mehrere Tausend, Flüchtlinge nach Israel gelangt. Seit 2013 kamen nur vereinzelte und in manchen Monaten gar keine Einwanderer. „Ha‘aretz“ zufolge helfen ägyptische Schmuggler den Asylsuchenden mit Leitern über den Sicherheitszaun. In Israel werden die Flüchtlinge wegen illegaler Einreise in das Land verhaftet.

Laut der Einwanderungsbehörde leben derzeit etwa 45.000 Asylsuchende im Land. Rund 33.000 von ihnen kommen aus Eritrea und etwa 8.500 aus dem Sudan. (dn)

Von: dn

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