In Hura haben israelische Behörden Mitglieder einer IS-Terrorzelle verhaftet.
In Hura haben israelische Behörden Mitglieder einer IS-Terrorzelle verhaftet.

Sechs Beduinen wegen IS-Propaganda angeklagt

BE’ER SCHEVA (inn) – Israel hat sechs Mitglieder einer Terrorzelle des „Islamischen Staates“ verhaftet. Teils handelt es sich um Lehrer, die vor Schülern für die Terrorgruppe geworben haben sollen.

Die israelische Polizei und der Inlandsgeheimdienst haben in den vergangenen zwei Monaten sechs Beduinen aus der Stadt Hura in der Negev-Wüste verhaftet. Einige von ihnen sollen geplant habe, für den „Islamischen Staat“ in Syrien zu kämpfen. Vier von ihnen sind Lehrer, teils an einer Grundschule, und sollen vor Schülern für die Terrormiliz geworben haben. Der Vorfall ist am Montag bekannt geworden.

Die Beduinen im Alter zwischen 23 und 30 Jahren sind nun vor dem Bezirksgericht Be’er Scheva angeklagt. Andere Mitglieder der Terrorzelle hätten bereits das Land Richtung Syrien verlassen, um dort für den „Islamischen Staat“ zu kämpfen, teilte der Inlandsgeheimdienst Schabak laut der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“ mit.

Strenges Vorgehen angekündigt

Für den israelischen Bildungsminister Naftali Bennett haben die Lehrer eine rote Linie überschritten. „Wenn ein Lehrer den Klassenraum betritt, ist er der Heilige der Heiligen. Hier liegt eine Ausnutzung des Lehrer-Status’ vor. Ich sehe das mit äußerster Strenge“, sagte er dem Nachrichtenportal „Arutz Scheva“.

Bennett erklärte weiter, dass sein Ministerium den Fall eingehender untersuchen werde. Alle Involvierten würden entlassen und ihre Lehrbefugnis verlieren. „Wer immer so etwas getan hat, ist nicht würdig, Lehrer in Israel zu sein. Es geht hier um die Kinder Israels.“ Bei den polizeilichen Befragungen hat das Lehrerumfeld bestritten, etwas von dem Vorfall gewusst zu haben. (df)

Von: df

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