Der neueste Agent des Mossad? Das Netz macht sich über die Schuhaffäre eines palästinensischen Aktivisten lustig.
Der neueste Agent des Mossad? Das Netz macht sich über die Schuhaffäre eines palästinensischen Aktivisten lustig.

Der Schuh des Mossad

Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad soll einem unliebsamen Aktivisten aus Großbritannien einen Schuh gestohlen haben. Der Aktivist empört sich in Sozialen Netzwerken und erntet Spott.

Der anti-israelische britisch-muslimische Aktivist Asghar Bukhari hat in einem 15 Minuten langen Video mit Hashtags wie #MossadStoleMyShoe und #ShoeishConspiracy erklärt, wie Agenten des israelischen Auslandsgeheimdienstes in sein Haus eingedrungen seien, um ihm einen einzigen Schuh zu stehlen. Das sei eine typisch zionistische Einschüchterung: Die Agenten hätten nur einen Schuh und nicht das ganze Paar mitgenommen, um ihm zu zeigen, dass sie dort gewesen seien.

Die Geschichte löste einen Sturm der Entrüstung und Gelächter im sozialen Netz aus. Einige gaben die Identität ihrer privaten „Mossadagenten“ preis und veröffentlichten Fotos von Hunden, die gerade einen Schuh stibitzen. Andere verfassten einen Tweet an den Mossad, die eben erst gekauften Schuhe doch bitte nicht zu stehlen. Wieder andere zeigten ein Schuhregal und deklarierten es als „Hauptquartier des Mossad“. Einige hatten auch praktische Tipps parat: Einfach die Schuhe zusammenbinden, um hinterhältige Angriffe im Keim zu ersticken!

Israelisches Bekennerschreiben

Derweil hat der israelische Botschafter in Südafrika, Arthur Lenk, dem britischen Aktivisten über Twitter die Mitteilung geschickt: „Wir haben Ihren Schuh. Rufen Sie mich an.“ Weiter schrieb der Botschafter, dass Israel „üblicherweise nicht auf sensitive Sicherheitsangelegenheiten reagiert“, aber es könne durchaus sein, dass der Schuh sich in der Botschaft in Pretoria befinde.

In der arabischen Welt ist der Einsatz von Tieren durch den Mossad seit einigen Jahren ein „offenes Geheimnis“. So wurde in Saudi-Arabien ein als „Spion“ trainierter Aasgeier gefangen, der angeblich von der Tel Aviver Universität beringt worden war. Ägypter berichteten von menschenfressenden Haien, vom Mossad abgerichtet, um Touristen bei Scharm el-Scheich im Roten Meer anzugreifen. Die britische Tageszeitung „Independent“ bezeichnete diese Geschichte als eine der „dümmsten Verschwörungstheorien“ jemals. (us)

Von: us

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