Mitte Juli empfing Staatspräsident Peres ultra-orthodoxe Soldaten, die von strenggläubigen Juden angegriffen worden waren.
Mitte Juli empfing Staatspräsident Peres ultra-orthodoxe Soldaten, die von strenggläubigen Juden angegriffen worden waren.

Armee ehrt ultra-orthodoxe Soldaten

HAIFA / JERUSALEM (inn) – Nach mehreren gewalttätigen Angriffen auf ultra-orthodoxe Soldaten durch andere Haredim haben die israelische Armee und der Bürgermeister von Haifa, Jona Jahav, am Montag die neuen Soldaten geehrt. Unterdessen gerät die Verabschiedung des Gesetzes zur Wehrpflicht von Haredim vor der Parlaments-Sommerpause ins Stocken.

Bürgermeister Jahav zeigte sich bei der Unterstützungs-Veranstaltung für die streng-gläubigen Soldaten überrascht über Angriffe auf die Haredim in der Armee. Er sagte laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ zum Publikum: „Die israelische Gesellschaft muss geeint aufstehen und solche Gewaltübergriffe ablehnen. Ich beurteilte sie irgendwo zwischen verrückt und böse und sie zielen auf diejenigen, die dem Staat dienen.“ Der Bürgermeister bezeichnete Haifa als „Insel der Vernunft“, zu der ultra-orthodoxe Mitglieder der Gesellschaft stets etwas beigetragen hätten – im Gegensatz zum Großraum Jerusalems. In den vergangenen Wochen hatte es in Jerusalem mehrere Übergriffe von Haredim, die den Wehrdienst vehement ablehnen, gegen ultra-orthodoxe Juden gegeben, die in der Armee dienen.

Unterdessen besuchte am Montag der stellvertretende israelische Verteidungsminister Danny Danon die erste israelische Akademie zur Vorbereitung auf den Militärdienst für ultra-orthodoxe Soldaten im Jordantal. Sie trägt den Namen „Hararei Zion“, was „Berge von Zion“ bedeutet. Sie wurde von der ersten ultra-orthodoxen Kampfeinheit, dem Batallion Nahal Haredi, gegründet, berichtet die „Jerusalem Post“. Im August soll sie ihre Türen für 30 Offiziersanwärter öffnen, die dem Militär ab 2014 drei Jahre dienen sollen. Ein Schwerpunkt der Akademie sei laut des Berichts, dass den Torah-Studenten alles Benötigte zur Verfügung gestellt wird, um ihre Werte und Lebensweise zu wahren.

Knesset: Gesetz nicht vor Sommerpause

Unterdessen informierte die Knesset am Montag, dass der Hohe Gerichtshof den Gesetzesentwurf zur Wehrpflicht für Haredim nicht bis zur Sommerpause des Parlaments ab dem 5. August fertigstellen werde, meldet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Aufgrund der rechtlichen Komplexität und des öffentlichen Empfindens sei es laut der Knesset „unwahrscheinlich zu erwarten, noch ist es angebracht, dass die Knesset den Gesetzgebungs-Prozess abschließt - bei diesem komplexen Thema und in der kurzen, ihr verbleibenden Zeit“. Damit werde auch die Rekrutierung Tausender Jeschiva-Studenten in Frage gestellt, die sich im August melden sollten.

Verteidigungsminister Mosche Ja‘alon habe in der Vergangenheit gesagt, wenn das Gesetz nicht mit der Sommerpause des Parlament fertiggestellt werden kann, erwägt er, den im August geplant Einzug der Soldaten abzusagen.

Von: ms

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