Mit einer Gedenkwoche ehrt Israel seinen vor zehn Jahren verunglückten Astronauten Ilan Ramon.
Mit einer Gedenkwoche ehrt Israel seinen vor zehn Jahren verunglückten Astronauten Ilan Ramon.

„Raumfahrtswoche“ zum Gedenken an Ilan Ramon

TEL AVIV / JERUSALEM (inn) – Zum zehnten Mal jährt sich am heutigen Freitag der Todestag von Ilan Ramon. Der erste und bisher einzige israelische Astronaut war am 1. Februar 2003 beim Absturz des Raumschiffes „Columbia“ ums Leben gekommen. In diesem Jahr feiert Israel seinen Nationalhelden seit Sonntag mit einer „Raumfahrtswoche“.

Teil der Themenwoche ist eine Raumfahrt-Konferenz. An der Veranstaltung, die am Dienstag begann, nahmen Delegierte von 14 Raumfahrtbehörden teil, darunter Charles Frank Bolden, Chef der US-Raumfahrtbehörde NASA, und der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), Jean-Jacques Dordain. Außerdem ständen unter anderem die Leiter der Raumfahrtbehörden von Brasilien, Russland und China auf der Gästeliste, berichtet die israelische Netzzeitung „Times of Israel“. Das Programm der Konferenz, die von der israelischen Raumfahrtbehörde und dem Fischer-Institut für strategische Luft- und Weltraumstudien in Herzlija organisiert wurde, beinhaltet unter anderem eine Gedenkfeier für Ramon. Außerdem wird Bolden eine Veranstaltung zum Thema „Die Zukunft der Weltraumforschung“ leiten.

Bereits am Sonntag sprach der NASA-Chef seine Trauer über den Tod von Ramon und dessen Mitinsassen an Bord der „Columbia“ aus. Er machte jedoch auch klar, dass Unfälle dieser Art zum Raumfahrtbetrieb dazu gehörten. „Die Frage ist nicht, ob es eine Katastrophe geben wird, sondern, wann sie geschehen wird“, sagte Bolden gegenüber dem Radiosender „Kol Israel“. Deshalb müssten Unternehmen, die private Touren ins All planten, auf den Verlust von Raumschiffen vorbereitet werden. Bolden äußerte außerdem die Hoffnung, in den kommenden Jahren wieder einen israelischen Astronauten bei einem bemannten Flug ins All mitschicken zu können.

Online-Chat und Smartphone-App

Neben dem Treffen der Raumfahrt-Chefs sind auch mehrere öffentliche Veranstaltungen geplant. Rund um die Themen Raumfahrt, Raketentechnik und das israelische Satellitenprogramm laden die Veranstalter in Tel Aviv zu Vorträgen und Demonstrationen ein. Schüler und Studenten hätten die vergangenen Wochen außerdem damit verbracht, Modelle von Planeten des Sonnensystems, von Satelliten und Raketen zu bauen, berichtet die „Times of Israel“. Die Werke sind zum Beispiel im Jerusalemer Wissenschaftsmuseum ausgestellt. Über die Facebook-Seite der israelischen Raumfahrtbehörde steht ein Astronaut der NASA für einen Online-Chat zur Verfügung und beantwortet Fragen rund um die Raumfahrt. Eine speziell für die Themenwoche entwickelte App für Smartphones stellt die Nutzer in einem Raumanzug dar.

Ilan Ramon war der bisher erste und einzige israelische Astronaut im All. Am 1. Februar 2003 war die Raumfähre „Columbia“ beim Eintritt in die Erdatmosphäre explodiert. Alle sieben Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Kurz zuvor hatten die Israelis Ramon noch als Helden gefeiert (Israelnetz berichtete).

Von: sz

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