Setzt auf den engen Austausch mit den Amerikanern: Israels Außenminister Aschkenasi

Setzt auf den engen Austausch mit den Amerikanern: Israels Außenminister Aschkenasi

Aschkenasi: Konstruktiver Dialog mit Washington anvisiert

Israel und die USA stimmen sich bezüglich des Atomabkommens eng miteinander ab, erklärt der israelische Außenminister Aschkenasi. Indes warnt eine Gruppe früherer Generäle und Geheimagenten vor einer Rückkehr zum alten Abkommen.

JERUSALEM (inn) – Die USA und Israel haben sich darauf geeinigt, bezüglich des Iran keine Entscheidungen zu treffen, ohne den jeweils anderen zuvor darüber zu informieren. Das sagte der israelische Außenminister Gabi Aschkenasi (Blau-Weiß) am Dienstag in einer Videokonferenz mit israelischen Botschaftern im ostasiatisch-pazifischen Raum.

Aschkenasi erklärte laut der Zeitung „Yediot Aharonot“ weiter, die israelische Regierung habe sich in einem „Forum“ für einen konstruktiven Dialog mit Washington entschieden. Zu diesem Forum zählten neben dem Außenminister auch Regierungschef Benjamin Netanjahu (Likud), Verteidigungsminister Benny Gantz (Blau-Weiß) und die Köpfe des Sicherheitsapparats. Ziel sei es, die israelischen Interessen zu unterstreichen und ein „großartiges Abkommen“ zu schmieden, das iranische Nuklearwaffen verhindert.

Die US-Regierung unter Präsident Joe Biden strebt eine Neuaushandlung des 2015 unterzeichneten Nuklearabkommens an. Israel befürchtet, dass der Iran seine Kerntechnologie zum Bau einer Atombombe nutzt. Das Regime in Teheran macht keinen Hehl aus seiner Absicht, Israel zu vernichten.

Frühere Generäle: Teheran unter Druck setzen

Indessen haben 1.800 frühere Generäle, Offiziere und Mossad-Agenten Biden vor einer Rückkehr zum Atomabkommen gewarnt. In einem Brief an den US-Präsidenten vom Montag betonen sie, das Atomabkommen bedeute eine „existenzielle Gefahr“ für Israel. Es ermögliche dem Iran einen „sicheren Weg“ zur Bombe.

Die Unterzeichner gehören der im vergangenen Jahr gegründeten Gruppe „HaBitchonistim“ (Die Sicherheitsleute) an. In dem Schreiben fordern sie neue Sanktionen gegen den Iran. Diese sollen Teheran unter Druck setzen, so dass es einen „effektiveren“ Deal akzeptiere. Dieser dürfe keine Auslauffristen haben, sondern müsse sicherstellen, dass der Iran „niemals“ nukleare Kampffähigkeiten erwerbe.

Von: df