In der äthiopischen Region Tigray waren einige Israelis mit Entwicklungsprojekten befasst

In der äthiopischen Region Tigray waren einige Israelis mit Entwicklungsprojekten befasst

Neun Israelis aus Äthiopien zurückgeholt

Israelis unterstützen in aller Welt Entwicklungsprojekte. Dabei geraten sie mitunter zwischen die Fronten – wie nun in Äthiopien. Aus Selbstschutz verlassen sie mithilfe der Regierung die Konfliktregion Tigray.

ADDIS ABEBA / JERUSALEM (inn) – Israel hat am Dienstag neun Staatsbürger aus der äthiopischen Konfliktregion Tigray zurückgeholt. Bei der Aktion arbeiteten das Außenministerium, die Regierung Äthiopiens, die Vereinten Nationen und diverse Hilfsorganisationen zusammen.

Der israelische Außenminister Gabi Aschkenasi (Blau-Weiß) hatte dazu am Donnerstag mit seinem äthiopischen Amtskollegen Demeke Mekonnen telefoniert. In dem Gespräch bat er ihn laut der Nachrichtenseite „Arutz Scheva“, bei der Evakuierung der Israelis aus der Kampfzone mitzuhelfen.

Im Auftrag der Entwicklung

Zu den Israelis gehören fünf Mitarbeiter der Unternehmen Netafim und Baran. Sie arbeiteten in dem ostafrikanischen Land an einem Bewässerungsprojekt. Die äthiopische Armee holte sie aus der Konfliktregion. Die übrigen vier arbeiten für die israelische Organisation Cultivaid, die sich um die Entwicklung der Landwirtschaft bemüht. Ihnen half eine Evakuierungs-Truppe der UN.

Der Konflikt brach Anfang November aus, als die äthiopische Regierung eine Militäroffensive gegen abtrünnige Kräfte um die „Volksbefreiungsfront von Tigray“ (TFLP) startete. Laut dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) sind in diesem Zusammenhang 27.000 Menschen in das Nachbarland Sudan geflohen. Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed hat am Dienstag für die kommenden Tage einen finalen Militärschlag angekündigt.

Von: df

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