Nach langen Verhandlungen konnten am Donnerstag 26 Israelis mit einem Privatjet die Heimreise aus Marokko antreten

Nach langen Verhandlungen konnten am Donnerstag 26 Israelis mit einem Privatjet die Heimreise aus Marokko antreten

Israel fliegt 26 Staatsbürger aus Marokko aus

Inmitten der Corona-Krise fliegt Israel 26 israelische Touristen aus Marokko aus. Während der langwierigen Verhandlungen mit dem afrikanischen Land sterben zehn weitere Israelis, die ebenfalls im Land festsaßen, am Coronavirus.

JERUSALEM (inn) – Nach intensiven Verhandlungen mit der marokkanischen Regierung sind am Donnerstagmorgen 26 Israelis aus dem nordafrikanischen Land in ihre Heimat zurückgekehrt. Die Israelis gehörten ursprünglich zu einer 36-köpfigen Gruppe, die wegen des Coronavirus in Marokko gestrandet war. Wegen politischen Spannungen zwischen den beiden Ländern scheiterte ein erster Versuch vor zwei Monaten, die Israelis auszufliegen. Berichten des Nachrichtenportals „Arutz Scheva“ zufolge blockierte die marokkanische Regierung das Vorhaben zunächst. Israelischen Flugzeugen ist die Landung im nordafrikanischen Land nicht gestattet. Während weiterer Verhandlungen verstarben zehn Israelis, die mit dem Coronavirus infiziert waren.

Um die verbliebenen Israelis dennoch ausfliegen zu können, setzte Israel auf die Hilfe des amerikanischen Milliardärs Sheldon Adelson und dessen Privatflugzeug. Über die Zwischenstation Paris erreichten die 26 Zivilisten schließlich Tel Aviv. Laut einer Pressemitteilung der Regierung handelte es sich um eine geheime Operation. „Selbst während der Coronavirus-Krise lässt Israel seine Bürger nicht im Stich und unternimmt große Anstrengungen, um ihnen zu helfen und sie nach Israel zurückzubringen“, sagte der frühere Jerusalemer Bürgermeister und jetzige Abgeordnete Nir Barkat nach der Landung des Flugzeugs in Israel.

Rivlin besucht Bauern an Gaza-Grenze

Angesichts der Corona-Krise hat Präsident Reuven Rivlin am Mittwoch israelische Bauern im Grenzgebiet zum Gazastreifen besucht. Im Gespräch mit den Landwirten betonte er die Bedeutung ihrer Arbeit: „Das Coronavirus hat uns die Augen für Dinge geöffnet, die früher als selbstverständlich galten und die viele einfach vergessen haben. Die Unabhängigkeit Israels ist das Wichtigste und ohne Landwirtschaft hat Israel keine Unabhängigkeit.“ Außerdem forderte Rivlin die Israelis auf, zukünftig „blau-weiß“, also vornehmlich israelische Produkte zu kaufen. Bei seinem Besuch verschiedener Landwirte aus der Region ließ sich Rivlin auch die Weizenernte erklären und fuhr für kurze Zeit in einem Mähdrescher mit.

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Bis zum Donnerstagmittag wurden in Israel 16.548 Infektionen registriert, 12.232 Betroffene sind genesen. Derzeit werden 52 Patienten beatmet. 264 Menschen mit dem Coronavirus sind gestorben.

Von: mas