Nach den neuesten Richtlinien dürfen viele Geschäfte demnächst wieder öffnen

Nach den neuesten Richtlinien dürfen viele Geschäfte demnächst wieder öffnen

Kabinett beschließt weitere Öffnung

Nach einem neuen Regierungsbeschluss können viele Läden in Israel ihren Betrieb wieder aufnehmen. Gleichzeitig sollen kleine Unternehmen finanziell unterstützt werden. Unterdessen nahm Premier Netanjahu an einer Videoschalte von Österreichs Bundeskanzler Kurz teil.

JERUSALEM (inn) – Die israelische Regierung hat am Freitag weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen beschlossen. Läden außerhalb von Einkaufszentren dürfen demnach wieder öffnen, sofern sie bestimmte Auflagen einhalten. Nach dem kommenden Schabbat sollen so auch Friseure und Schönheitssalons ihren Betrieb wieder aufnehmen dürfen. Restaurants können zudem künftig auch wieder Selbstabholung von bestelltem Essen anbieten. Bisher durften sie nur liefern. Gleichzeitig einigten sich die Minister darauf, Geldstrafen für Verstöße gegen bestimmte Auflagen zu verschärfen. Das Verbot, sich weiter als 500 Meter vom eigenen Wohnort zu entfernen, bleibt vorerst in Kraft.

Ebenfalls am Freitag verabschiedete das Kabinett ein umgerechnet gut zwei Millarden Euro schweres Hilfspaket für kleine Unternehmen und frei arbeitende Israelis. Der Plan sei im Dialog mit betroffenen Geschäfteinhabern ausgearbeitet worden, hieß es aus dem Pressebüro der Regierung. Weiterhin wurde ein Vorschlag des Finanzministeriums zur finanziellen Unterstützung von Bürgern im Alter ab 67 Jahren angenommen, die eine Arbeitsstelle aufgrund der Einschränkungen in der Corona-Krise verloren haben. Nach neuesten Zahlen vom Donnerstag ist die Arbeitslosenquote inzwischen auf über 27 Prozent geklettert.

Netanjahu spricht mit Kurz

Die Beschlüsse fielen, nachdem es in der Bevölkerung Kritik an der Entscheidung gegeben hatte, unter anderem dem Möbelhaus IKEA die Wiederaufnahme seines Betriebes zu erlauben, viele andere Läden aber weiterhin geschlossen zu halten. Ein Ladenbesitzer auf dem Machane Jehuda Markt hatte daraufhin laut der Zeitung „Yedioth Aharonot“ sogar gedroht, den Markt am Sonntag unkontrolliert zu öffnen.

Premierminister Benjamin Netanjahu nahm am Freitag an einer Videoschalte mit Regierungschefs aus sieben Ländern teil, um sich über den Umgang mit der Pandemie auszustauschen. Die Konferenz fand auf Betreiben von Sebastian Kurz statt. Der österreichische Kanzler dankte Netanjahu erneut dafür, dass dieser ihn wachgerüttelt habe.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz lauscht den Worten von Israels Premier Netanjahu

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz lauscht den Worten von Israels Premier Netanjahu

Hilfe für Gaza

Mit Stand von Freitagmittag zählt Israel 14.882 Corona-Infizierte, von denen 5.685 bereits wieder genesen sind. Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass 193 Todesfälle mit dem Virus in Verbindung stehen. In den palästinensischen Gebieten wurden 480 Menschen positiv getestet. Es sind 4 Tote zu beklagen.

Am Donnerstag lieferte das Internationale Komitee beim Roten Kreuz unter anderem Beatmungsgeräte und Monitore in den Gazastreifen, wo bisher nur 17 Personen als Coronainfizierte registriert wurden. Ein Vertreter der Delegation forderte die internationale Gemeinschaft dennoch dazu auf, „den Ernst der Lage anzuerkennen“.

Von: ser

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