Pompeo (l.) freut sich über einen engen Partner im Nahen Osten

Pompeo (l.) freut sich über einen engen Partner im Nahen Osten

Pompeo dankt Netanjahu für Unterstützung gegen Iran

Inmitten vergrößerter Spannungen in Nahost sind die USA dankbar für den Beistand eines ihrer engsten Verbündeten. Von anderer Seite wird die Zustimmung hingegen schwächer.

WASHINGTON / JERUSALEM (inn) – US-Außenminister Mike Pompeo hat am Mittwoch mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu telefoniert und ihm für Unterstützung gegen den „bösartigen Einfluss“ des Iran in der Region gedankt. Zudem betonte er die „unverbrüchlichen Bande“ beider Länder. Hintergrund ist ein gewaltsamer Ansturm iranischer Unterstützer auf die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad am Dienstag.

Tausende Menschen hatten gegen amerikanische Luftschläge auf die vom Iran kontrollierten schiitischen Hisbollah-Brigaden protestiert, bei denen 25 Kämpfer getötet worden waren. Die Schläge geschahen ihrerseits als Vergeltungsaktion für einen Angriff auf eine US-Basis vergangene Woche. Angeführt von der iranischen Miliz warfen die Protestler Steine, legten Feuer und versuchten erfolglos, mit Rammböcken auf das Gelände der Botschaft vorzudringen.

US-Präsident Donald Trump machte per Twitter den Iran direkt dafür verantwortlich und kündigte an, dieser werde „einen hohen Preis“ zahlen. Trump fügte hinzu: „Dies ist keine Warnung, sondern eine Drohung.“ Auf die Frage von Reportern, ob es Krieg geben werde, antwortete er später: „Ob ich das will? Nein. Ich will Frieden. Und der Iran sollte das auch wollen – mehr als alle anderen. Deshalb glaube ich nicht, dass es passieren wird.“ Das iranische Staatsoberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei, wies die Anschuldigungen zurück und twitterte: „Eure Verbrechen im Irak, Afghanistan… haben dazu geführt, dass die Nationen euch hassen.“

Iranischer Einflussbereich

Die USA verlegten 750 zusätzliche Soldaten in die Region. Inzwischen sind die Protestler abgezogen, nachdem die irakische Regierung und die Miliz sie dazu aufriefen. Trump dankte dem Irak für die „schnelle Reaktion nach der Aufforderung“. Außer Netanjahu rief Pompeo auch den katarischen Vizepremier, Mohammed Bin Abdulrahman al-Thani, und den irakischen Premier, Adil Abdul Mahdi, an. Gegenüber letzterem betonte der Außenminister laut einer Pressemitteilung die Verpflichtung des Irak, weitere Attacken zu verhindern.

Zunächst hatten irakische Sicherheitskräfte die Demonstranten gewähren lassen. Wiederholte Luftschläge der USA gegen iranische Milizen haben im Irak Rufe nach einer Ausweisung der US-Truppen lauter werden lassen – nicht nur von pro-iranischen Kräften, sondern auch von deren politischen Gegnern. Iranische Milizen haben großen Einfluss im Irak und sind unter dem Dach der Volksmobilmachungskräfte in die regulären Streitkräfte des Landes integriert.

Von: tk

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