Würde gerne mal einen Staatsbesuch in Ägypten machen: der israelische Präsident Rivlin

Würde gerne mal einen Staatsbesuch in Ägypten machen: der israelische Präsident Rivlin

Rivlin sieht Friedensschluss mit Ägypten als Vorbild

40 Jahre geben Anlass zum Feiern: Staatspräsident Rivlin würdigt den Friedensvertrag mit Ägypten mit einer Veranstaltung in der seiner Residenz. Die Gelegenheit nutzt er, einen Wunsch zu äußern. Der ägyptische Botschafter Asmi hofft auf eine Belebung gegenwärtiger Friedensbemühungen.

JERUSALEM (inn) – Der Friedensschluss mit Ägypten kann als Inspiration für ähnliche Bemühungen mit den Palästinensern dienen. Das hat der israelische Präsident Reuven Rivlin am Dienstag bei einer Feier anlässlich des 40. Jubiläums des Friedensvertrages mit Ägypten gesagt. Der Einladung in seine Residenz folgte unter anderen der ägyptische Botschafter in Israel, Chaled Asmi.

Der Präsident betonte, der Friedensschluss sei 1979 nur sechs Jahre nach dem Jom-Kippur-Krieg von 1973 erfolgt. „Wir hätten uns niemals vorstellen können, dass sich unsere Führer nur ein paar Jahre später umarmen und die Hände reichen würden. Wenn mutige Führer bereit sind, den Konflikt zu beenden, und einen neuen Pfad einschlagen, der auf Versöhnung und wechselseitigem Respekt beruht, kann der Friede schneller erreicht werden, als wir uns das vorstellen können.“

Rivlin äußerte bei der Veranstaltung den Wunsch, seinen ägyptischen Amtskollegen Abdel Fattah al-Sisi zu treffen. Al-Sisis Einsatz für Friede, Stabilität und Zusammenarbeit habe dafür gesorgt, dass die Beziehungen zwischen den beiden Staaten stark geblieben seien.

Außenminister Israel Katz sagte laut Mitteilung des Präsidialamtes, die gegenwärtige Herausforderung bestehe darin, herzliche Beziehungen aufzubauen. Der Friede mit Ägypten gilt als „kalt“: Besonders die ägyptische Bevölkerung hegt nach wie vor Argwohn gegen Israel. Katz rief zu verstärkter Zusammenarbeit auf, etwa in den Bereichen Wasser und Landwirtschaft. „Es ist an der Zeit, den Kreis der Länder und Partner bei wirtschaftlichen Initiativen und regionalem Frieden zu erweitern.“

Zwei-Staaten-Lösung im Visier

Auch Botschafter Asmi sieht den Friedensschluss als Vorbild für die Gegenwart, weil dieser arabische und israelische Interessen in Rechnung gestellt habe. Leider sei heute die Erhaltung des Status quo das Beste, was es zu erreichen gebe, sagte er mit Blick auf den israelisch-palästinensischen Konflikt. „Das Ziel, das wir durch Verhandlungen zweier Partner anstreben, ist eines, das auf Gerechtigkeit basiert, auf legitimen Rechten und auf dem wechselseitigen Willen zum Zusammenleben in zwei benachbarten, unabhängigen Staaten.“

Ägypten und Israel hatten nach Vorverhandlungen am 26. März 1979 einen Friedensvertrag unterzeichnet. Bereits anderthalb Jahre zuvor, am 20. November 1977, sprach der damalige ägyptische Präsident Anwar Sadat in der Knesset. Am 28. Oktober 1980 besuchte der israelische Präsident Jitzchak Navon auf Einladung Sadats den Nachbarstaat. Bis 1982 erfolgte der Abzug israelischer Truppen aus dem Sinai; die Rückgabe der Halbinsel an Ägypten war Teil des Friedensvertrages.

Von: df

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