Arabische Journalisten scheinen ihre Feindschaft gegenüber Israel abzubauen (Symbolbild)

Arabische Journalisten scheinen ihre Feindschaft gegenüber Israel abzubauen (Symbolbild)

Saudische Journalisten ergreifen Partei für Israel

Während seiner Abwehrmaßnahmen gegen Hamas-Attacken erhält Israel moralische Unterstützung aus seiner Staaten-Nachbarschaft. Israelische Medien sehen darin einen positiven Trend.

RIAD (inn) – Mehrere prominente saudi-arabische Journalisten haben während der jüngsten Raketenangriffe auf Israel ihre Unterstützung für den jüdischen Staat bekundet. „Unsere Herzen sind bei euch. Möge Allah Israel und sein Volk schützen“, schrieb zum Beispiel der ehemalige Direktor des Nahost-Zentrums für strategische und juristische Studien in Dscheddah, Abdelhamid Hakim.

Weiter schrieb er: „Wir werden der heimtückischen Hand des Irans und seiner Agenten in Gaza nicht erlauben, das israelische Volk zu erreichen. Es ist Zeit, es laut zu sagen: Dem Terror der Hamas entgegenzutreten, ist die Verantwortung aller Länder der Region und der internationalen Gemeinschaft, nicht allein die Israels.“ Hakim sollte im November auf dem 5. Deutschen Israel-Kongress in Frankfurt am Main zugeschaltet werden. Das Gespräch kam wegen Bedrohungen gegen seine Familie jedoch nicht zustande.

Der Journalist Muhammad Aal al-Scheik, der für die islamisch-konservative Zeitung mit dem Namen „Al-Dschasira“ schreibt, twitterte: „Die persischen Ajatollahs haben ihre Diener, die Hamas, angewiesen, den Konflikt mit Israel zu eskalieren, und sie haben gehorcht.“

Der liberale Autor und Intellektuelle Turki al-Hamad beschrieb die Vorgehensweise der Hamas als vorhersehbar: „Es ist ein sich wiederholender Kreislauf: Raketen von Gaza auf Israel, Israel bombardiert, irgendjemand vermittelt, die Kämpfe enden – und das palästinensische Volk zahlt den Preis. Das ist ‚Widerstand‘, mein Freund. Der Iran und die Türkei sind in Schwierigkeiten und die Palästinenser zahlen den Preis.“

Israelische Medien erkennen einen Trend

Auch reguläre Nutzer äußern zunehmend Solidarität mit Israel. So schrieb etwa Muhammad al-Kahtani aus Riad: „Wir stehen an der Seite unserer Cousins in Israel nach der Terrorattacke der terroristischen Hamas. Mehr als 200 Raketen wurden auf unbewaffnete Zivilisten geschossen. Möge Allah Israel beschützen und ihnen den Sieg über die terroristische Hamas und alle ihre Unterstützer geben.“ Das Medienbeobachtungsinstitut MEMRI hat die Tweets dokumentiert und ins Englische übersetzt.

Die Tageszeitung „Jerusalem Post“ kommentiert, dass ein allmähliches Auftauen der arabischen Medien gegenüber Israel festzustellen ist. Viele Saudis sähen in Israel einen Verbündeten gegen den Iran und damit einen Feind ihres Feindes sehen. Das Blatt merkt aber auch an, dass die saudischen Medien Israel nach wie vor überwiegend feindlich gesinnt bleiben.

Von: tk

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