Entgegen der ursprünglichen Planung ist die israelische Delegation nun doch nicht nach Manama gereist

Entgegen der ursprünglichen Planung ist die israelische Delegation nun doch nicht nach Manama gereist

Israelische Delegation reist nicht nach Bahrain

An einer internationalen Konferenz in Bahrain soll auch eine israelische Delegation teilnehmen. Doch kurzfristig sagt sie die Reise ab – auch wegen Protesten aus dem bahrainischen Parlament.

MANAMA (inn) – Wegen Sicherheitsbedenken hat eine israelische Delegation die Teilnahme an einer Wirtschaftskonferenz in Bahrain abgesagt. Anlass waren Proteste in dem Golfstaat und eine klare Ablehnung durch das Parlament. Israel und Bahrain pflegen keine offiziellen diplomatischen Beziehungen.

Die Konferenz vom 15. bis 18. April organisiert das Weltweite Unternehmernetzwerk (GEN), das seinen Sitz in den USA hat. Aus Israel sollten etwa 30 Wirtschaftsvertreter und Regierungsbeamte daran teilnehmen, insgesamt beteiligen sich 180 Nationen. Doch am Sonntag teilten die israelischen Organisatoren mit, dass die Reise abgesagt sei.

Einladung von der Regierung, Ablehnung aus dem Parlament

Aus der bahrainischen Regierung hieß es, sie habe die Israelis auf Initiative des GEN eingeladen. „Unsere Verantwortung ist es, eine sichere und unterstützende Umgebung für die teilnehmenden Delegationen zu schaffen“, zitiert die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“ aus einer Stellungnahme.

Das Parlament hingegen verurteilte den geplanten Besuch: „Bahrains Parlament gibt bekannt, dass die Bahrainer jegliche israelische Präsenz auf ihrem Staatsgebiet und ihrem Land ablehnen und jede Entscheidung, die diese Anwesenheit zulässt, inakzeptabel ist.“ Zudem bemühte sich vorige Woche eine Gruppe von Anwälten vergeblich, die Einwanderungsbehörden dazu zu bringen, der Delegation keine Visa zu gewähren. Vereinzelt gab es auch Straßenproteste in der Hauptstadt Manama.

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Von: eh