Die UNRWA hat mit den Folgen des US-Zahlungsstopps zu kämpfen

Die UNRWA hat mit den Folgen des US-Zahlungsstopps zu kämpfen

UNRWA hofft auf Milliardenbudget für 2019

Trotz des US-Zahlungsausfalls hofft die UNRWA auch im Jahr 2019 auf ein Milliardenbudget. Den palästinensischen Flüchtlingen stünden „beängstigende Herausforderungen“ bevor.

GENF (inn) – Das UN-Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) hofft, auch im Jahr 2019 auf ein Budget von gut 1 Milliarde US-Dollar zurückgreifen zu können. Das sagte der zuständige Generalkommissar Pierre Krähenbühl am Dienstag. Im vergangenen Jahr hatten der UNRWA rund 1,2 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestanden. Das Geld werde für lebensnotwendige und lebensrettende humanitäre Hilfen für rund 5,4 Millionen palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten benötigt.

Laut der Organisation werden sich „palästinensische Flüchtlinge“ 2019 im Westjordanland, Ostjerusalem, Gaza, Jordanien, Libanon und Syrien einer „Reihe von beängstigenden (...) Herausforderungen“ gegenübersehen, die die Organisation auch auf die „anhaltende Besatzung des palästinensischen Territoriums und die Blockade von Gaza“ zurückführt. Zudem habe auch der Konflikt in Syrien Konsequenzen für palästinensische Flüchtlinge.

„Würde steht auf dem Spiel“

Es sei sowohl demütigend als auch inspirierend gewesen, das Ausmaß und die Großzügigkeit der Geldgeber im vergangenen Jahr zu sehen, sagte Krähenbühl mit Blick auf den Zahlungsstopp der USA, den er „die größte finanzielle Herausforderung in unser stolzen Geschichte“ nannte. Zugleich forderte der UNRWA-Chef die Geber dazu auf, ihre Zahlungen fortzuführen. Es stünden die Würde und die Rechte palästinensischer Flüchtlinge, die regionale Stabilität und Verteidigung des Multilateralismus auf dem Spiel.

Die UNRWA ist eine Organisation der Vereinten Nationen, die 1949 von der Generalversammlung in Reaktion auf den ersten arabisch-israelischen Krieg ins Leben gerufen wurde. Als palästinensische Flüchtlinge gelten nicht nur die vertriebenen Palästinenser, sondern auch deren Nachkommen. Ein ähnliches Hilfswerk gibt es für keine andere Volksgruppe.

Von: ser

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