Kein schöner Anblick: Müll in Rafah

Kein schöner Anblick: Müll in Rafah

Gazastreifen soll erste Recycling-Anlage erhalten

Müllberge türmen sich an der Gazagrenze und sorgen für schlechte Luft – auch in Israel. Nun soll im Küstenstreifen die erste Müllaufbereitungsanlage gebaut werden.

GAZA (inn) – Auf dem Gebiet früherer jüdischer Siedlungen soll im Gazastreifen eine Müllaufbereitungsanlage entstehen. Israel hat dem Plan zugestimmt. Derzeit gibt es mindestens drei Müllhalden nahe der Grenze zu Israel. Dieser Müll sorgt für schlechte Luft und macht das Grundwasser ungenießbar.

Aufgrund der Grenznähe sind auch israelische Ortschaften von dem Abfall betroffen. So weht der Wind faulige und giftige Luft über die Grenze. Die israelische Wasserbehörde beschreibt die Situation laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ als „täglichen Kampf“. „Auch wenn es unbedeutend erscheint, so können Moskitoschwärme, die vom Gazastreifen einfallen, katastrophal für Israel sein.“

Müll mit Konfliktpotenzial

Die Kosten für die Anlage sind noch nicht genau beziffert, werden aber von den Vereinten Nationen getragen. Neben besserer Luft soll die Anlage auch für neue Arbeitsplätze sorgen. Landwirte sollen den Kompost für den Anbau nutzen können.

Das Abfallproblem hat vor zwei Wochen fast für einen Gewaltausbruch gesorgt. Als ein Müllberg in sich zusammenfiel, geriet ein Teil der Abfälle auch in die Pufferzone an der Grenze. Die Armee wollte bereits anrücken, um den Müll zurückzuschieben. Aber die zuständige Militärbehörde COGAT rief sie zurück, um keine Auseinandersetzung mit der Hamas zu riskieren. Letztlich genehmigte die Armee, dass palästinensische Schubraupen in die Pufferzone fahren und den Müll beseitigen.

Israel hat im Jahr 2005 die Siedlungen im Gazastreifen geräumt. Seit dem Jahr 2007 kontrolliert die islamistische Hamas das Gebiet.

Von: df

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