Zeigen sich einig: Beim diesjährigen Craiova-Forum war der israelische Regierungschef Netanjahu (r.) als Gast dabei

Zeigen sich einig: Beim diesjährigen Craiova-Forum war der israelische Regierungschef Netanjahu (r.) als Gast dabei

Netanjahu setzt auf Zusammenarbeit mit Osteuropa

Europäische Länder suchen die Nähe Israels: Im vergangenen Jahr war Regierungschef Netanjahu bei den Visegrad-Staaten zu Gast, in diesem Jahr zeigte er sich bei einem Gipfel südosteuropäischer Länder. Der EU ist der Besuch nicht entgangen.

VARNA (inn) – Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat auf dem Craiova-Forum die gemeinsamen Werte mit den Ländern Bulgarien, Griechenland, Rumänien und Serbien betont. Bei dem Gipfel der vier Länder in der bulgarischen Stadt Varna, der am vergangenen Donnerstag begann, war Netanjahu als Gast geladen.

Vor seinem Abflug formulierte Netanjahu zwei Ziele für das Treffen: Er wolle die Beziehungen zu den beteiligten Ländern stärken und dafür werben, „die heuchlerische und feindliche Haltung der EU zu ändern“. Der Staatenverbund sah sich daraufhin zu einer Reaktion herausgefordert. Auf Twitter schrieb die Vertretung in Israel: „Die EU und Israel pflegen starke Beziehungen zum wechselseitigen Vorteil. Die EU ist der größte Handelspartner Israels und ein starker politischer Verbündeter, der sich für das Wohl und die Sicherheit Israels einsetzt.“

Netanjahu: Gemeinsame Werte verteidigen

Auf einer ersten Pressekonferenz mit seinem bulgarischen Amtskollegen Bojko Borisov sagte Netanjahu, die beiden Länder gehörten einer gemeinsamen Zivilisation an. Der militante Islam, vor allem das iranische Regime, greife diese aber an. Israel stelle sich dem entgegen. „Das ist nicht nur ein Kampf für die Zukunft unserer Länder, sondern auch für unsere gemeinsamen Werte und unsere gemeinsame Zivilisation. Indem wir zusammenarbeiten, sind wir stärker.“

Bei dem Gipfel kam Netanjahu auch jeweils einzeln mit den Staatenlenkern zusammen. Mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras sprach er vor allem über ein geplantes Rohrleitungsprojekt. Die rumänische Regierungschefin Viorica Dăncilă bat er, während ihrer EU-Ratspräsidentschaft die Haltung der EU zu Israel zu ändern. Und dem serbischen Staatspräsidenten Aleksandar Vučić sagte er einen Besuch zu.

Beziehungen im Aufwind

In einem Fazit schrieb Netanjahu: „Sie begehren israelisches Gas, sie begehren israelische Technologie, und sie begehren die israelische Freundschaft. Das ist ein gutes Zeichen.“

In einer Videobotschaft vom Freitag betonte Netanjahu außerdem, er sei als erster auswärtiger Gast überhaupt zu dem Gipfel der vier Länder geladen gewesen. Aus seiner Sicht ist das ein Zeichen für das „wachsende Ansehen Israels in der Welt“. Bereits am Juli 2017 war Netanjahu als Gast der Visegrad-Gruppe nach Ungarn zu einem Treffen mit den Regierungschefs von Polen, der Slowakei, von Tschechien und Ungarn gereist. Das nächste Treffen der Visegrad-Staaten soll in Israel stattfinden.

Von: df

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