Die beiden Politiker sähen gerne mehr Busse auf den israelischen Straßen

Die beiden Politiker sähen gerne mehr Busse auf den israelischen Straßen

Politiker empfehlen Maßnahmen gegen Staus

Busse im Stau, überlastete Fahrer: Um den öffentlichen Verkehr ist es nicht zum Besten bestellt. Das geht aus einem Bericht hervor, der auch Empfehlungen enthält. Neu ist das Problem indes nicht.

JERUSALEM (inn) – Der öffentliche Verkehr in Israel lässt zu wünschen übrig. Deshalb haben zwei Knessetausschüsse konkrete Maßnahmen vorgeschlagen. Die beiden Vorsitzenden stellten ihren Bericht am Dienstag vor.

Einem Bericht der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ zufolge sehen die Verfasser drei Hauptaspekte, an denen es hakt: die Strecken für Busse, den Umgang mit den Fahrern sowie die Infrastruktur auf dem Weg zur Endhaltestelle. Den Bericht erstellt haben der Vorsitzende des Finanzausschusses, Eitan Cabel (Zionistisches Lager), und der Leiter des Unterausschusses für Verkehr, Dov Chenin (Vereinigte Liste). Die beiden Oppositionspolitiker sind sich einig, dass akuter Handlungsbedarf besteht.

Gleich am Anfang weisen die Abgeordneten darauf hin, dass sich die Regierung unverzüglich mit dem Stauproblem befassen müsse. Es handele sich um eine „Notlage für Wirtschaft und Staat“. Nur wenn viele Menschen öffentliche Verkehrsmittel benutzten, könnten die Staus zurückgehen. Dazu seien zusätzliche deutlich gekennzeichnete Busspuren nötig. Erforderlich seien auch Grundstücke für Parkhäuser sowie Rastplätze für Fahrer.

Die Verfasser fordern, dass bei neuen Bauprojekten der öffentliche Verkehr von vorneherein mit eingeplant wird. Zudem soll die Aus- und Weiterbildung für Fahrer verbessert werden. Passagiere sollen weitere Möglichkeiten erhalten, ihr Ticket ohne Kontakt zum Fahrer zu zahlen, etwa durch Automaten im Bus oder durch aufladbare Karten. Dies werde es dem Fahrer ermöglichen, sich auf das Fahren zu konzentrieren, heißt es in dem Bericht.

Politiker fordert Verkehrsrevolution

Der Abgeordnete Chenin sagte: „Die Verkehrskrise in Israel ist dramatisch. Ihr Ursprung liegt in der extremen Abhängigkeit vom Privatfahrzeug, die wir im Laufe der Jahre entwickelt haben. Die israelische Gesellschaft steckt im Stau fest. Das hat weitreichende Folgen: in Verkehr, Gesellschaft, Finanzen und Umwelt.“ Dem öffentlichen Verkehr sei eine klare Priorität einzuräumen. Es sei Zeit für eine Verkehrsrevolution. Cabel ergänzte laut einer Mitteilung der Knesset: „Vorbei sind die Tage, in denen der öffentliche Verkehr als Randthema galt.“

Im israelischen Parlament meldete sich nach der Sitzung des Finanzausschusses die israelische Notenbankchefin Karnit Flug zu Wort. Sie wies darauf hin, dass bereits 2002 ein auf fünf Jahre angelegter Plan für die Investition in den öffentlichen Verkehr erstellt worden sei. Dieser habe sich auf 1,2 Milliarden Euro belaufen. Zwischen 2013 bis 2016 sei der Plan zur Hälfte umgesetzt worden. „Es war ein sehr beeindruckender strategischer Plan, aber die Umsetzung ist sehr viel langsamer“, merkte die Expertin an. Die Lage müsse bald geändert werden.

Von: eh

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