Bei der Gedenkfeier stellte Netanjahu die Juden aus Äthiopien wegen ihrer Sehnsucht nach Jerusalem als Vorbild hin

Bei der Gedenkfeier stellte Netanjahu die Juden aus Äthiopien wegen ihrer Sehnsucht nach Jerusalem als Vorbild hin

Äthiopische Juden mit dem Herzen in Jerusalem

In einer Gedenkstunde würdigt Premier Netanjahu die Liebe äthiopischer Juden zu Jerusalem. Den Umzug der amerikanischen Botschaft bezeichnet er in der wöchentlichen Kabinettssitzung als „historisches Ereignis“.

JERUSALEM (inn) – Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat die äthiopischen Juden gewürdigt, die auf dem langen, gefährlichen Weg nach Israel umkamen. Er sprach am Sonntag während der jährlichen Gedenkstunde an die Einwanderung aus Äthiopien auf dem Jerusalemer Herzlberg. Zahlreiche Juden waren in den 1980er Jahren in den Sudan geflohen, wo israelische Flugzeuge sie nach Tel Aviv brachten.

Ihr Leiden brachte Netanjahu auf den Punkt: „Vielleicht kann die gesamte Geschichte in einer kleinen Notiz erzählt werden, die auf einem der Gräber hinterlassen wurde: ‚Mein Leib ist hier, aber mein Herz ist in Jerusalem‘.“ Er fügte laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ an: „Das jüdische Volk kann so viel von Ihnen lernen. Von Liebe zu Jerusalem, von Entschlossenheit und Willenskraft, von gegenseitiger Verantwortung.“

In seiner Rede ging Netanjahu auch auf den im Gazastreifen vermissten äthiopischstämmigen Israeli Avraham (Avera) Mengistu ein. Der Zivilist wird seit mehr als dreieinhalb Jahren von der Hamas festgehalten. Der Regierungschef versprach, alles zu tun, um ihn zurückzuholen. Staatspräsident Reuven Rivlin teilte mit, er habe diesbezüglich den äthiopischen Präsidenten Mulatu Teschome bei seinem Besuch in Addis Abeba um Hilfe gebeten.

Heute leben etwa 140.000 äthiopische Juden in Israel. Viele von ihnen kamen mit geringer Schulbildung ins Land. Deshalb sind Probleme wie Arbeitslosigkeit und Armut in der Minderheit verbreitet.

Kabinettssitzung: Politiker würdigen Botschaftsumzüge

Am Sonntag wurde in der israelischen Hauptstadt der „Jom Jeruschalajim“ begangen. Dieser Jerusalem-Tag erinnert an die Wiedervereinigung der Stadt nach dem Sechs-Tage-Krieg vor 51 Jahren. Anlässlich des Gedenktages hielt das israelische Kabinett seine wöchentliche Sitzung im Museum der Biblischen Länder ab. Netanjahu bezeichnete den Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem als „historisches Ereignis“. Auch die ebenfalls im Mai geplanten Verlegungen der Botschaften von Guatemala und Paraguay erwähnte er positiv, schreibt die Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

Der Minister für Jerusalem-Angelegenheiten, Se’ev Elkin, sagte, die Regierung wolle rund 580 Millionen Euro investieren, um den Umzug ausländischer Botschaften nach Jerusalem zu fördern. „Dieser Schritt schließt sich der Verlegung von Ministerien nach Jerusalem an, der historisch ist“, ergänzte er.

Auch in diesem Jahr zogen Tausende Menschen mit israelischen Flaggen durch die Jerusalemer Altstadt an die Klagemauer. Dort gedachten sie der Eroberung Ostjerusalems von den Jordaniern im Juni 1967. Seitdem können Juden wieder an der ehemaligen Westmauer des 70 nach Christus zerstörten Tempels beten. Den Tempelplatz selbst besuchten am Sonntag mehr als 1.600 Juden.

Von: eh

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