Afrikanische Flüchtlinge in Tel Aviv: Nach dem Gerichtsurteil vom Donnerstag haben viele von ihnen deutlich bessere Chancen, im Land zu bleiben (Symbolfoto)

Afrikanische Flüchtlinge in Tel Aviv: Nach dem Gerichtsurteil vom Donnerstag haben viele von ihnen deutlich bessere Chancen, im Land zu bleiben (Symbolfoto)

Asyl für Afrikaner, die Wehrdienst verweigerten

Ein israelisches Gericht hat entschieden: Die Flucht wegen Verweigerung der Wehrpflicht gilt als Grund für Asyl. Betroffen sind Migranten aus Eritrea.

JERUSALEM (inn) – Weil sie in ihrem Heimatland Eritrea den Wehrdienst verweigert haben oder desertierten, droht tausenden Flüchtlingen aus dem afrikanischen Land dort eine Strafe. Deswegen dürfen sie in Israel Asyl beantragen, hat am Donnerstag ein Jerusalemer Gericht entschieden. Wie die Zeitung „Jerusalem Post“ berichtet, könnte dies den Staat zwingen, einer großen Zahl von Menschen aus Eritrea Flüchtlingsstatus zu gewähren.

Israel hatte gerade damit begonnen, Migranten aus Afrika in afrikanische Drittstaaten, meist nach Ruanda, abzuschieben. Bislang hatte das Innenministerium fast alle Anträge von Eritreern auf Flüchtlingsstatus abgelehnt. Die Begründung lautete, dass das Verweigern der Wehrpflicht nicht unter die Definition der Verfolgung falle, die einen Schutzstatus garantiert. Das Gericht sieht aber eine „gut begründete Sorge“, dass die Betroffenen aufgrund ihrer politischen Überzeugungen verfolgt würden, berichtet die Online-Zeitung „Times of Israel“.

Israel gehört der Flüchtlingskonvention an, wonach Personen nicht in ihre Heimatstaaten abgeschoben werden dürfen, wenn ihnen dort Verfolgung droht.

Von: mb

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungs- bedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus