Abbas sucht Hilfe beim russischen Präsidenten Putin (r.)

Abbas sucht Hilfe beim russischen Präsidenten Putin (r.)

Abbas wiederholt gegenüber Putin Kritik an USA

In Moskau klagt der palästinensische Präsident Abbas dem russischen Staatsoberhaupt Putin sein Leid. Vor allem US-Präsident Trump ist ihm ein Dorn im Auge.

MOSKAU (inn) – Der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, hat sich beim russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin über die USA beschwert. Am späten Montagabend trafen die beiden Politiker in Moskau zusammen. Dabei war ein großes Thema die Frage, wer als Vermittler im Nahostkonflikt taugen könnte.

Zum Auftakt des Treffens bekundete Abbas laut Mitteilung des Kreml sein Beileid anlässlich des Flugzeugabsturzes nahe Moskau am Sonntag. Dabei waren 71 Russen ums Leben gekommen.

Abbas: USA können zu Vermittlerteam gehören

Im weiteren Verlauf des Gespräches betonte der PA-Vorsitzende erneut, dass die Vereinigten Staaten von Amerika ihr Recht auf eine alleinige Vermittlerrolle im israelisch-palästinensischen Konflikt verspielt hätten. „Wir akzeptieren die USA nicht als Vermittler zwischen uns und den Israelis“, zitiert ihn die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA. Bemühungen um Verhandlungen könnten durch eine internationale Konferenz geschehen, wo ein Mechanismus für die Mediation gefunden werde. „Wir haben nichts gegen eine Vermittlung von anderen Ländern, und die Amerikaner können ein Teil davon sein, aber nicht allein.“

Abbas warf US-Präsident Donald Trump vor, er habe lange Zeit von einem geplanten „Deal des Jahrhunderts“ geredet habe. Doch dieser sei in Wirklichkeit eine „Ohrfeige“. Denn Trump habe Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt, mit der Schließung des Büros des palästinensischen Vertreters in Washington gedroht und die Hilfe für das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) gekürzt.

Dass der US-Kongress eine Schließung des Büros der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) befürwortet, bezeichnete Abbas als „seltsam“. Der Grund für die Entscheidung sei, dass der Kongress die PLO seit 1987 als terroristische Organisationen ansehe. Dies befremde ihn angesichts der vielen Kontakte zwischen palästinensischen und amerikanischen Vertretern in den vergangenen Jahren.

Putin bekundet Unterstützung für Palästinenser

Putin sagte mit Bezug auf den israelisch-palästinensischen Konflikt: „Sie wissen, dass wir das palästinensische Volk immer unterstützt haben. Israels Premierminister (Benjamin) Netanjahu war kürzlich in Russland zu Besuch. Wir haben selbstverständlich auch über dieses Thema diskutiert. Gerade jetzt hatte ich ein Telefongespräch mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Trump. Natürlich haben wir über den palästinensisch-israelischen Einigungsprozess gesprochen.“

Von: eh

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