Am runden Tisch: Vertreter der Arabischen Liga kamen am Donnerstag in Kairo zusammen

Am runden Tisch: Vertreter der Arabischen Liga kamen am Donnerstag in Kairo zusammen

Arabische Liga will Nahost-Friedensprozess anstoßen

Nach der Jerusalem-Entscheidung der USA bekräftigen die Staaten der Arabischen Liga neue Verhandlungsrunden mit den Israelis. Bei der Sitzung in Kairo ist auch das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge mit einem Anliegen vertreten.

KAIRO (inn) – Die Staaten der Arabischen Liga wollen zusammen mit der Weltgemeinschaft den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern voranbringen. Bei einem Treffen der Organisation am Donnerstag in Kairo sprachen sich die Teilnehmer für einen entsprechenden Mechanismus unter dem Dach der Vereinten Nationen aus.

Der Resolution zufolge soll eine internationale Konferenz den Friedensprozess erneut anstoßen. Als Eckpunkte nannte die Arabische Liga das Prinzip Land für Frieden, die Zwei-Staaten-Lösung und die einschlägigen UN-Resolutionen als Basis zeitgebundener Verhandlungen.

Statusverhandlungen präferiert

Die Resolution steht im Licht der Entscheidung der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Die Außenminister der arabischen Länder riefen die Weltgemeinschaft dazu auf, ihre Botschaften nicht nach Jerusalem zu verlegen. Als Grund gaben sie an, der Status Jerusalems sei in gemeinsamen Verhandlungen zu bestimmen. Bislang haben die USA und Guatemala angekündigt, ihre Botschaften nach Jerusalem zu verlegen.

Die Arabische Liga bestärkte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas darin, der Entscheidung der USA entgegenzustehen. Zugleich rief sie die palästinensischen Gruppierungen dazu auf, den Versöhnungsprozess zu beschleunigen. Das berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA.

UNRWA bittet um Geld

Bei dem Treffen warb auch der Leiter des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA), Pierre Krähenbühl, um Finanzhilfen. Grund dafür sind die Kürzungen der Gelder durch die USA. Laut Krähenbühl haben die arabischen Länder zugesagt, für 7,8 Prozent des Jahresbudgets aufzukommen. Krähenbühl warb dafür, diesen Anteil auf 10 Prozent zu erhöhen.

Nach Angaben der UNRWA belief sich das Jahresbudget im Jahr 2017 auf umgerechet 807 Millionen Euro. Deutschland war mit 61,3 Millionen Euro der drittgrößte Geldgeber hinter den USA und der Europäischen Union. Für die UNRWA arbeiten mehr als 30.000 Menschen , die für die fünf Millionen palästinensischen Flüchtlinge zuständig sind.

Das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat 10.966 Angestellte, die sich um knapp 93 Millionen Menschen, darunter 17,2 Millionen Flüchtlinge, kümmern. Ihr Budget für 2017 belief sich auf 6,2 Milliarden. Sowohl die UNRWA und die UNHCR sind auf Spenden durch Regierungen oder aus dem privaten Sektor angewiesen.

Von: df

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