Sicherheitspolitische Erwägungen: Netanjahu berät sich mit Putin (r.)

Sicherheitspolitische Erwägungen: Netanjahu berät sich mit Putin (r.)

Netanjahu und Putin beraten über Lage in Nahost

Der israelische Premier und der russische Präsident kommen regelmäßig zum Austausch zusammen. Dieses Mal haben sich die beiden einen besonderen Ort ausgesucht.

MOSKAU (inn) – Der israelische Premier Benjamin Netanjahu hat gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin betont, dass Israel die militärische Ausbreitung des Iran in der Region nicht hinnehmen werde. Bei einem Treffen in Moskau am Montag berieten die beiden Staatsmänner über die Lage in Nahost. Netanjahu nannte das Gespräch „tiefgründig und gut“.

Putin und Netanjahu kamen im Jüdischen Museum und Toleranzzentrum in der russischen Hauptstadt zusammen. „Das hat Symbolcharakter, denn in diesen Tagen gedenkt die ganze Welt der Opfer des Holocaust“, sagte Putin mit Blick auf den Internationalen Holocaustgedenktag am vergangenen Samstag. Die beiden besuchten auch eine Ausstellung zum Aufstand im Vernichtungslager Sobibór am 14. Oktober 1943. Infolge des Aufstandes gelang einer kleinen Gruppe jüdischer Häftlinge die Flucht, die Zurückgebliebenen wurden jedoch ermordet. Einer der letzten Überlebenden des Häftlingsaufstandes, Arkadi Moissejewitsch Waispapir, ist am 11. Januar mit 96 Jahren in Kiew gestorben.

Netanjahu erklärte laut Mitteilung des Kreml, die Ausstellung habe ihn tief beeindruckt. „Eine der Hauptlektionen aus dem Aufstieg der Nazis zur Macht und ihrer Niederlage lautet: Das Böse muss gestoppt werden, bevor es zu spät ist. Das versuchen wir heute.“

Von: df

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