Hat den saudischen Kronprinzen nach Israel eingeladen: Geheimdienstminister Katz

Hat den saudischen Kronprinzen nach Israel eingeladen: Geheimdienstminister Katz

Geheimdienstminister schließt israelische Militäraktion im Libanon nicht aus

Ein israelischer Minister lädt den saudischen Kronprinzen zu einem Besuch im jüdischen Staat ein. Ein saudischer Minister wiederum bescheinigt der US-Regierung, konstrutiv an einem Nahost-Friedensplan zu arbeiten.

JERUSALEM / RIAD (inn) – Israel hat Informationen, „dass der Iran fortgeschrittene Raketenanlagen im Libanon baut“. Dies sagte Geheimdienstminister Israel Katz am Mittwoch in einem Gespräch mit der saudischen Zeitung „Elaph“. „Ich möchte betonen, dass wir eine neue rote Linie gezogen haben und nicht zulassen werden, dass sie dies tun – koste es, was es wolle.“ Auf die Frage des Interviewers, ob Israel die Raketenfabriken bombardieren könnte, antwortete der Likud-Politiker: „Ja. Wir werden auch militärisch agieren und sie verhindern, wie es in Syrien geschieht.“

Katz ergänzte: „Je genauer jene Raketen der Hisbollah werden, desto stärker und weitläufiger wird Israels Angriff sein. Diesmal wird der gesamte Libanon ein Ziel sein.“ Was während des Zweiten Libanonkrieges im Sommer 2006 geschah, werde „ein Picknick sein im Vergleich zu dem, was wir tun können“. Allerdings wolle Israel keinen Krieg. „Wir haben kein Interesse daran, den Libanon zu zerstören, aber wir werden einen libanesischen Angriff auf uns nicht akzeptieren.“

Wie der Minister gegenüber der israelischen Tageszeitung „Ha'aretz“ bestätigte, lud er in dem Interview auch Kronprinz Mohammad Bin Salman nach Israel ein. Diesen Passus habe das saudische Blatt jedoch bei der Veröffentlichung weggelassen. Die Redakteure begründeten die Streichungen mit redaktionellen Maßnahmen. Bereits Mitte November hatte „Elaph“ ein Interview mit dem israelischen Militärchef Gadi Eisenkot veröffentlicht.

Saudischer Außenminister: US-Regierung arbeitet an Friedensplan

Indes fand der saudische Außenminister Adel al-Dschubeir lobende Worte für die Regierung von US-Präsident Donald Trump. Diese bemühe sich ernsthaft um Frieden zwischen Israel und den Palästinensern. Dem französischen Fernsehsender „France 24“ sagte der ehemalige Botschafter in den USA, die amerikanische Regierung „arbeitet an Ideen und berät sich mit allen Parteien, einschließlich Saudi-Arabiens, über jene Ideen und bezieht die Ansichten ein, die ihr von jedem einzelnen präsentiert wurden. Sie haben gesagt, sie benötigen etwas mehr Zeit, um alles zusammenzufügen und es als konkreten Plan vorzustellen“.

Al-Dschubeir wiederholte seine Beteuerung, dass Saudi-Arabien keine Beziehungen zu Israel pflege – obwohl beide Länder besorgt seien wegen des wachsenden iranischen Einflusses im Nahen Osten. Saudi-Arabien sei zu diplomatischen Beziehungen bereit, aber nur, wenn Israel einen umfassenden Friedensvertrag mit seinen palästinensischen Nachbarn unterzeichnet habe.

Von: eh

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungs- bedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus