Die Beschaffung von U-Booten aus Deutschland für die israelische Marine steht derzeit im ZwilichtZwielicht

Die Beschaffung von U-Booten aus Deutschland für die israelische Marine steht derzeit im ZwilichtZwielicht

„Zeit“: Korruptionsvorwürfe in Israel belasten Beziehungen zu Deutschland

Die Wochenzeitung „Zeit“ erläutert in einem Artikel die Hintergründe der aktuellen U-Boot-Affäre in Israel. Die Autoren nehmen dabei auch mögliche Folgen für das deutsch-israelische Verhältnis in den Blick.

HAMBURG (inn) – Nach Auffassung der Wochenzeitung „Zeit“ ist das Marine-Geschäft mit Israel fraglich geworden. Grund dafür seien die Korruptionsvorwürfe in diesem Zusammenhang, schreiben die Autoren Ronen Bergman, Militäranalyst bei „Yediot Aharonot“. und Holger Stark, Mitglied der Chefredaktion für den Bereich Investigative Recherche bei der „Zeit“.

Im Mittelpunkt des Artikels steht der Israeli Miki Ganor, Repräsentant des deutschen Unternehmens Thyssen Krupp in Israel. Dieser soll Beamte bestochen haben, um bei der israelischen Regierung den Kauf von U-Booten und Korvetten von ThyssenKrupp durchzusetzen. Das Verteidigungsministerium hatte bei diesen Geschäften Bedenken geäußert und wollte die Bestellungen über eine Ausschreibung laufen lassen. Über David Schimron, Rechtsanwalt und Cousin von Premier Benjamin Netanjahu, habe Ganor die Regierung beeinflusst.

Deutschland im Dilemma

Nach Auffassung der Autoren beeinflussen diese Vorwürfe das deutsch-israelische Verhältnis. „Die Affäre (...) rüttelt an der deutschen Staatsräson und belastet die Beziehungen zwischen den beiden Staaten“. Deutschland trete einerseits für den Schutz Israels ein und finanziere daher etwa U-Boote; andererseits sei genau dies problematisch, wenn dabei Korruptionsgelder flössen.

Die „Zeit“ berichtet weiter, Staatspräsident Reuven Rivlin sei aufgrund dieser Entwicklung Anfang September eigens nach Berlin gereist, um Bundeskanzlerin Angela Merkel von der Notwendigkeit der U-Boot-Lieferungen zu überzeugen. Rivlin habe eigentlich nur nach München kommen wollen, um der Einweihung der Gedenkstätte für die Terroropfer vom Münschen 1972 beizuwohnen. Merkel soll bei dem Treffen versprochen haben, sich dem Thema nach der Bundestagswahl zu widmen.

Von: df

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