Israels Premierminister Netanjahu mit Ägyptens Präsident Al-Sisi in New York

Israels Premierminister Netanjahu mit Ägyptens Präsident Al-Sisi in New York

Netanjahu und Al-Sisi treffen sich erstmals öffentlich

Historische Zusammenkunft: Israels Premier hat sich am Montag erstmals in der Öffentlichkeit mit dem ägyptischen Präsidenten Al-Sisi getroffen. Zudem diskutierte Netanjahu mit US-Präsident Trump über ein israelisch-palästinensisches Friedensabkommen und den weiteren Umgang mit dem iranischen Atomdeal.

NEW YORK (inn) – Das ist eine Premiere: Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und der ägyptische Präsident Abdel-Fattah Al-Sisi sind am Montag erstmals zu einem öffentlichen Treffen zusammengekommen. Beide Staatsmänner sind wegen der UN-Generalversammlung in New York. Das anderthalbstündige Treffen fand im Palace Hotel statt, in dem der Präsident während seines Aufenthalts in der Stadt wohnt.

Al-Sisi und Netanjahu hatten „eine umfassende Diskussion über die Probleme in der Region“, heißt es laut einer Erklärung aus dem Büro des Premierministers. Al-Sisi habe „seinen Wunsch ausgedrückt, bei den Bemühungen, Frieden zwischen Israel und den Palästinensern und in der Region zu erreichen, zu helfen“, zitiert die Onlinezeitung „Times of Israel“. Zu Beginn sagte der Ägypter über einen Übersetzer zu Netanjahu: „Es ist eine große Freude, dieses Treffen mit Ihnen zu haben“.

Al-Sisi traf zuvor in New York jüdische Würdenträger. Der Ägypter sei den Bemühungen der Verwaltung des US-Präsidenten Donald Trumps um ein israelisch-palästinensisches Friedensabkommen gegenüber optimistisch eingestellt. Das sagte er laut der Tageszeitung „Ha'aretz“.

„Friedensabkommen: eine fantastische Errungenschaft“

Netanjahu traf sich am Montag zudem mit Trump. Beim Pressetermin nannten sie die Inhalte ihres Gesprächs. Der amerikanische Präsident betonte seinen Willen, ein Friedensabkommen zwischen Israel und den Palästinensern voranzubringen. „Das wird eine fantastische Errungenschaft“, sagte Trump. Es gebe eine „gute Chance“, dass das passiere. „Historisch gesehen sagen die Leute, es geht nicht. Ich sage, es kann gehen.“

Netanjahu hob das positive Verhältnis zwischen den USA und Israel hervor. In Richtung Trump sagte er laut seines Büros: „Das Bündnis zwischen Amerika und Israel war niemals stärker, niemals tiefer.“

Der Likud-Politiker hatte bei den Gesprächen seinen Fokus auf das Nuklear-Abkommen mit dem Iran gesetzt. „Ich freue mich daran, mit Ihnen über den – wie Sie ihn richtig nennen – schrecklichen Nuklear-Deal mit dem Iran zu diskutieren, und wie wir die wachsende iranische Aggression in der Region, besonders in Syrien, verringern können.“ Bereits im Jahr 2015, als das Atomabkommen abgeschlossen wurde, sah Israels Regierung darin einen „historischen Fehler“.

Trump sagte laut der Deutschen Presse-Agentur, er wolle „sehr bald“ darüber entscheiden, ob die USA sich aus dem internationalen Abkommen über das iranische Atomprogramm zurückziehen.

Netanjahu dankte Trump und den USA für deren „klare und überzeugende“ Unterstützung bei den Vereinten Nationen. Beide Politiker werden im Rahmen der UN-Vollversammlung vor dem Gremium sprechen. Der jüdischen Gemeinschaft in den USA und den Juden weltweit wünschte Netanjahu „Schanah Tovah“, ein frohes und gesundes neues Jahr, in das die Juden diese Woche starten.

Netanjahu hatte am Montag eine Reihe weiterer diplomatischer Treffen. Der Präsident von Panama, Juan Carlos Varela, sprach mit dem israelischen Politiker darüber, die bilateralen Beziehungen zu stärken. Beide Staatsmänner luden sich gegenseitig in ihr Land ein. Mit dem japanischen Premierminister Schinzo Abe diskutierte Netanjahu über die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Ein Treffen mit dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame stand auch auf Netanjahus Tagesplan.

Unterdessen wurde Israels Konsulat in New York am Montag geschlossen, nachdem es einen Umschlag mit einem verdächtigen Pulver erhalten hatte. Das war das zweite Mal innerhalb von weniger als einer Woche. Bereits am Freitag erhielt die Institution einen Umschlag gefüllt mit einem weißen Pulver und einer Drohung an den Premierminister.

Von: mab

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