Netanjahu: Christen sind unsere besten Freunde

Der israelische Premier Netanjahu hat Israel-Freunden von „Christians United for Israel“ für deren Unterstützung gedankt. Auf der Jahreskonferenz sprach auch US-Vizepräsident Pence und erklärte, woher seine Leidenschaft für Israel rührt.

WASHINGTON (inn) – Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat christliche Israel-Unterstützer am Montag als „die besten Freunde Israels auf dieser Erde“ bezeichnet. Auf der Jahreskonferenz der Organisation „Christians United for Israel“ (CUFI), die in Washington stattfand, sagte er, christliche Israel-Freunde stünden dem jüdischen Staat immer zur Seite.

Netanjahu war per Satellit aus der ungarischen Hauptstadt Budapest zugeschaltet, die er derzeit besucht. In seiner zehnminütigen Ansprache betonte er weiter, Jerusalem sei die „ewige Hauptstadt“ Israels. Aus diesem Grund sollten auch die Botschaften dieser Welt in Jerusalem sein. „Ich weiß, dass ich daran glaube, ich weiß, dass Sie daran glauben, und ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung.“

Netanjahu: Historische Verbundenheit mit Jerusalem

Die Rede nutzte Netanjahu auch, um an die Eroberung der Jerusalemer Altstadt vor 50 Jahren während des Sechs-Tage-Krieges zu erinnern. Damals erhielten Juden wieder Zugang zum Tempelberg mitsamt der Klagemauer. Er habe damals als 18-Jähriger wie viele andere die Klagemauer aufgesucht. „Ich erinnere mich, als wir diese Steine berührten, waren wir verbunden mit dem Kern unserer Geschichte. Ich weiß, wenn Sie nach Jerusalem kommen, dann spüren Sie dieselbe Verbindung. (...) Und wir spüren diese Verbindung mit Ihnen.“

Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse im Nahen Osten sprach Netanjahu von einem „Kampf der Zivilisation“. Islamisten wollten Israel zerstören und die Welt erobern. Sie hassten Israel, weil der jüdische Staat für die freiheitliche westliche Welt stehe, die auf dem jüdisch-christlichen Erbe fuße. „Israel ist das Bollwerk der Freiheit im Herzen des Nahen Ostens.“ Zum Abschluss dankte er den Zuhörern für die Unterstützung; er wurde mit stehenden Ovationen verabschiedet.

Pence: Botschaftsumzug kommt

Bei der zweitägigen Veranstaltung sprach auch der US-amerikanische Vizepräsident Mike Pence. Er erklärte, seine Unterstützung für Israel basiere nicht auf politischen Erwägungen. „Meine Leidenschaft für Israel entspringt meinem christlichen Glauben. Die Lieder des Landes und des Volkes Israel waren die Hymnen meiner Jugend. ‚Ich aber und mein Haus‘ beten für den Frieden Jerusalems und aller, die die Stadt ihr Zuhause nennen“, sagte er mit Abwandlung der Bibelstelle Josua 24,16.

Pence sagte weiter, US-Präsident Donald Trump stehe Israel zur Seite in der Verteidigung gemeinsamer Werte wie Freiheit und Demokratie. Er bekräftigte auch, der Umzug der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem werde kommen. „Ich verspreche Ihnen, der Tag wird kommen, wenn Präsident Donald Trump die amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen wird. Es geht nicht um die Frage ob, sondern wann.“

„Christians United for Israel“ gilt mit mehr als zwei Millionen Mitgliedern als die größte pro-israelische Organisation in den Vereinigten Staaten. Der evangelikale Pastor John Hagee hat sie im Jahr 2006 aus einer Vorläufer-Organisation heraus neu gegründet und leitet sie. Die Organisation ist an Universitäten aktiv und versucht auch, Unterstützung für Israel unter Politikern zu gewinnen.

Von: df

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