Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hat die Maßnahmen für den Gazastreifen genehmigt. Sollte der Konflikt in der Grenzregion eskalieren, werden sie zurückgenommen.
Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hat die Maßnahmen für den Gazastreifen genehmigt. Sollte der Konflikt in der Grenzregion eskalieren, werden sie zurückgenommen.

Israel lockert Gaza-Blockade

Das israelische Verteidigungsministerium hat eine Reihe von Maßnahmen zur Lockerung der Blockade des Gazastreifens genehmigt. Verteidigungsminister Lieberman äußerte sich zur Begründung dieses Schritts.

JERUSALEM (inn) – Israel hat eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, die den Palästinensern im Gazastreifen zugute kommen sollen. Dazu gehört die Genehmigung, mehr Treibstoff, Baumaterial und Fahrzeuge nach Gaza ein- und auszuführen. Auch sollen mehr Arbeiter die Grenzen passieren dürfen, berichtet die israelische Zeitung „Yediot Aharonot“.

Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman kündigte nach dem Bericht an, dass weitere Maßnahmen möglich seien. „Wenn es an der Grenze zum Gazastreifen so ruhig bleibt, werden wir eine deutlich spürbare Erhöhung der humanitären Hilfe ermöglichen.“

„Bemerkenswerte“ Geste Israels

Wie die Zeitung außerdem erfahren haben will, wurde beschlossen, ein Fördersystem zu installieren, um Treibstoff vom Grenzübergang Eres in den nördlichen Gazastreifen zu transportieren. Die Konstruktion solle in etwa einem Jahr beginnen und sei eine „bemerkenswerte“ Geste Israels.

Die Einschränkungen bei der Einfuhr von Fahrzeugen seien bereits gelockert worden, mehrere hundert Fahrzeuge hätten in den vergangenen drei Monaten die Grenze passiert. Dass sich künftig Arbeitskräfte leichter über die Grenze bewegen können, sei ein Wunsch der Dörfer in der Grenzregion gewesen, die oftmals landwirtschaftliche Betriebe unterhalten.

Die Lockerungen der Blockade wurden von Israel ermöglicht, weil es derzeit in der Grenzregion vergleichsweise friedlich verläuft. Israel sei bewusst, dass gerade nach Gaza importierte Baumaterialien in die Hände der Hamas fielen und deren Position stärkten. Oftmals werden solche Materialien zum Bau von Schmuggeltunneln nach Israel missbraucht. Aus israelischen Regierungskreisen heißt es laut „Yediot Aharonot“, im Falle einer Eskalation könnten die Lockerungen wieder beendet werden.

Derzeit passieren rund 1.000 LKW am Tag die Grenze bei Kerem Schalom, berichtet die Zeitung. Vor der Operation „Starker Fels“ im Sommer 2014 seien es nur 300 gewesen.

Von: mb

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen (einschließlich Leerzeichen) nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus