Vier arabische Journalisten haben nach einem Besuch in Israel ein anderes Bild vom jüdischen Staat
Vier arabische Journalisten haben nach einem Besuch in Israel ein anderes Bild vom jüdischen Staat

Arabische Journalisten besuchen Israel

JERUSALEM (inn) – Israel ist darum bemüht, arabische Journalisten ins Land zu holen. Sie sollen sich selbst ein Bild vom jüdischen Staat machen. Vier Pressevertreter sind einer entsprechenden Einladung des israelischen Außenministeirums nun gefolgt.

Vier arabische Journalisten aus Europa haben die Einladung des israelischen Außenministeriums angenommen, den jüdischen Staat zu besuchen. Die Journalisten stammen aus dem Irak, aus Syrien und Ägypten. Von Europa aus berichten sie für arabisch-sprachige Medien, wie die in London erscheinende Tageszeitung „A-Schark al-Awsat“, arabische Ableger der Nachrichtensender BBC und „Sky News“ sowie des Auslandsrundfunkes „Deutsche Welle“. Aus Sicherheitsgründen wurden die Namen der vier Journalisten nicht bekannt gegeben.

Ein aus dem Irak stammender Journalist, der derzeit im Exil in Deutschland lebt, zeigte sich von dem Besuch beeindruckt. Es sei „aufregend und einzigartig“ gewesen, sagte der Mann laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Er fügte hinzu: „Es ist eine Schande, dass die meisten Menschen in der arabischen Welt noch immer von blindem Hass und Vorurteilen gegenüber Israel erfüllt sind.“

Während ihres Aufenthaltes in Israel besuchten die Araber unter anderem die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, den Obersten Gerichtshof und die Knesset. Sie trafen Vertreter des Parlaments und des Außenministeriums und sprachen mit israelischen Journalisten. „Der Besuch hat ihnen die komplexe Realität der Region aus israelischer Perspektive gezeigt, mit konkreten und direkten Beispielen“, erklärte ein stellvertretender Sprecher des Außenministeriums, Hassan Kaabiah. Er hatte die Delegation während ihres Besuches begleitet.

„Besuch hilft, Israel zu verstehen“

Ein anderer Teilnehmer der Delegation erklärte laut „Yediot Aharonot“: „Wir können über Dinge diskutieren, wie die palästinensische Sache, aber wir dürfen nicht in die Falle des Hasses und der Hetze tappen. Der Besuch in Israel hat unser Denken über euch verändert.“

Der Aufenthalt habe dabei geholfen, Israel zu verstehen, zitiert die Zeitung einen weiteren Journalisten. Durch die Gespräche mit Vertretern des Staates und Israelis auf der Straße hätten sie Dinge erfahren, die sie zuvor nicht wussten, erklärt der Araber. „Wir haben auch etwas über die soziale, kulturelle, ethnische und religiöse Struktur Israels gelernt, was es für ein pluralistischer Staat ist. Diese Reise erlaubt uns ohne Zweifel, unseren Lesern ein anderes Bild von Israel zu vermitteln.“

Ein Sprecher des Außenministeriums, Emmanuel Nahschon sagte über den Besuch: „Von allen Delegation, die das Außenministerium zu Gast hatte, ist die Delegation der arabischen Journalisten die bedeutendste. Unserer Meinung nach hat der Dialog mit der arabischen Welt oberste Priorität.“ Der Diplomat äußerte die Hoffnung, dass weitere arabische Delegationen folgen. (dn)

Von: dn

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungs- bedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus