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Analyse: Die Palästinenser und Jesus

RAMALLAH (inn) – Jesus war Palästinenser und die heutigen Palästinenser sind seine Nachkommen. Gemäß biblischer Überlieferung war Jesus weder verheiratet noch hatte er Kinder. Doch das stört die offizielle palästinensische Regierungszeitung „Al-Hajat al-Dschadida“ nicht, Jesus auch noch zum, „ersten muslimischen Schahid (Märtyrer)“ zu erklären.
Der palästinensische Minister für die Angelegenheiten von Gefangenen, Issa Karake, erklärte Jesus schon im Mai 2012 zum ersten Palästinenser.

Weil Jesus sein „Neues Testament“ unter der Menschheit verbreitet habe, so die Zeitung, hätten die Juden ihn verfolgt, gekreuzigt und ermordet.
Die Geschichtsklitterung liegt auf der Hand, was aber weder den palästinensischen Verhandlungsführer Saeb Erekat noch die Gouverneure von Nablus und Ramallah hindert, sogar vor Auslandskorrespondenten zu behaupten, dass Jesus der „erste Palästinenser“ gewesen sei. Die Tatsache, dass die Römer ihre Provinz „Judäa“ erst im Jahr 136, also lange nach dem Tod Jesu, in „Palästina“ umbenannt haben und dass der Prophet Muhammad erst fünfhundert Jahre später den Islam begründete, wird ausgeblendet.
Diese Propagandisten versuchen, die Unterdrückung und Verfolgung Jesu durch die Juden damals mit dem Schicksal der Palästinenser heute gleichzusetzen. Und so wie Jesus auferstanden sei, seien die „Palästinenser, Jesu Nachkommen, aus der Asche auferstanden“.
Adel Abd al-Rahman schrieb weiter in der palästinensischen Regierungszeitung, dass Ostern ein „Fest des palästinensischen Nationalismus“ sei. „Seine Auferstehung, drei Tage nachdem er gekreuzigt und von den Juden getötet worden war – wie im Neuen Testament berichtet –, spiegelt die Geschichte der Palästinenser wider, die gegen die Nachfahren des modernen zionistischen Judentums kämpfen müssen, das sich in seiner neuen kolonialistischen Form mit vermeintlich christlichen westlichen Kapitalisten verbündet hat.“ Jesus, „möge er in Frieden ruhen“, sei der „patriotische Ahnherr“ der Palästinenser.
Nach Angaben der israelischen Organisation „Palestinian Media Watch“ (PMW) habe die Neuerfindung der Geschichte durch die Palästinenser schon 1998 begonnen mit einem Aufruf von Jussuf Alsamili, dem Leiter der Geschichtsabteilung des Chan Junis-College. Das Ziel sei, den heutigen Juden jegliche historische Verbindung zum Heiligen Land oder der biblischen Geschichte abzusprechen und so auch die Existenzberechtigung des Staates Israel infrage zu stellen. Manche palästinensische Sprecher behaupten, dass Jesus den Islam gelehrt habe. Abgesehen von der historischen Absurdität, werden so die Juden ihrer Geschichte und Kultur beraubt und das Christentum für ungültig erklärt.
Relativ neu ist der Versuch, Jesus als „Schahid“, als muslimischen Märtyrer, darzustellen und mit palästinensischen Helden, den Selbstmordattentätern, gleichzusetzen. Im vergangenen Dezember hatte „Al-Hajat al-Dschadida“ sogar eine Dreifaltigkeit erfunden mit Jesus als Palästinenser, Jasser Arafat als sich selber opfernder Palästinenser und schließlich (Präsident) Mahmud Abbas, als Botschafter des Friedens auf Erden. „Welch großartige Nation der heiligen Dreieinigkeit!”
Diese und weitere absurde Aussagen palästinensischer Politiker wie Dschibril Radschub oder des Jerusalemer Muftis, Scheich Muhammad Hussein, sind durch Filmaufnahmen und offizielle Bulletins belegt. Im folgenden Video spricht der palästinensische Minister für die Angelegenheiten Gefangener, Issa Karake, von Jesus als Palästinenser: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=jucFxnDbG88

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