„Wir dementieren substanzlose Berichte in israelischen und anderen Medien, welche der Abteilung für Verhandlungsangelegenheiten die Quelle für die angeblich undichte Stelle für Geheimdokumente zuschreiben“, heißt es in der Pressemitteilung. „Die PLO untersucht derzeit die Angelegenheiten rund um die angeblich undichte Stelle.“
Im Gegensatz zur Darstellung dieser „unverantwortlichen und substanzlosen Medienberichte“ sei kein Berater der Sektion verhaftet worden, noch habe einer das Land verlassen, schreibt die PLO-Abteilung. „Alle kümmern sich weiter um ihre Verantwortlichkeiten.“ Deshalb werden alle Medien aufgefordert, entsprechende Passagen, in denen ein Berater beschuldigt wird, sofort zurückzunehmen und zu überarbeiten. Durch solche bewusste Verleumdung könnten unschuldige Personen in Gefahr gebracht werden.
Der arabische Sender „Al-Dschasira“ hatte am Sonntag mitgeteilt, dass er etwa 1.600 palästinensische Geheimdokumente in Händen halte. Es handele sich um Protokolle von Verhandlungen mit den Israelis, denen zufolge führende Palästinenser große Kompromisse angeboten hätten. Darin zeigt sich ein großer Kontrast zur offiziell vertretenen Meinung der zitierten Palästinenser. „Al-Dschasira“ betont, dass Israel die Zugeständnisse als „unangemessen“ abgetan habe. Führende Palästinenser haben dem Sender die Verbreitung von Lügen und Halbwahrheiten vorgeworfen.