„Da die PFLP zu einem interpalästinensischen Dialog aufgerufen hat und immer noch dazu aufruft, glauben wir, dass eine Teilnahme an dem Kongress in Damaskus die Meinungsverschiedenheiten verschärft“, so die Vertreterin der marxistischen Organisation, Chalida Dscharrar, gegenüber der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma´an“. „Wir hingegen predigen die Einheit.“
Die dreitägige Konferenz soll am 23. Januar beginnen. Der Islamische Dschihad und die „Volkswiderstandskomitees“ (PRC) wollen sich daran beteiligen. Die Fatah und die linksgerichtete „Demokratische Front für die Befreiung Palästinas“ (DFLP) boykottieren den Gipfel.
Dscharrar wies die Auffassung zurück, dass die Entscheidung gegen den Gipfel durch Druck des Fatah-Führers Mahmud Abbas auf PFLP-Generalsekretär Abdul-Rahim Malluh beeinflusst sei. Vielmehr handele es sich um einen kollektiven Beschluss der Einrichtungen der PFLP.
Wie „Ma´an“ berichtet, befürchtet die Fatah, dass die Hamas in Damaskus Institutionen gründen will, die nicht zur „Palästinensischen Befreiungsorganisation“ (PLO) gehören. Die PLO wird von der Fatah dominiert. Hamas, Islamischer Dschihad und PRC sind keine Mitglieder. PFLP und DFLP gehören indes der PLO an.
„Wir hätten an der Konferenz teilnehmen wollen, wenn sie in Verbindung mit der Annapolis-Konferenz abgehalten worden wäre“, sagte Dscharrar. „Aber nun, da Annapolis Geschichte ist, würde eine Oppositionskonferenz die Meinungsverschiedenheit nur aufrechterhalten.“
Sie fügte hinzu, die PFLP lehne die aktuellen Friedensverhandlungen zwischen der Palästinensischen Autonomiebehörde und Israel ab. Denn die Gruppierung wende sich gegen Teilabkommen. Eine Alternative wäre ihrer Ansicht nach eine „Einhaltung der internationalen Rechtmäßigkeit und der UN-Resolutionen“.