Das palästinensische Volk und die Parteien bräuchten Ehrlichkeit, heißt es laut der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an" in einer Mitteilung Mis´hers. Er forderte Hamas und Fatah auf, das Abkommen umzusetzen, damit die Palästinenser "dieses schwarze Blatt" ihrer Geschichte hinter sich lassen könnten.
Der Anführer der marxistischen Gruppe verwies auf die Notwendigkeit, eine einheitliche Strategie zu entwickeln. Nur so könnten die Risiken angegangen werden, mit denen die palästinensische Sache konfrontiert sei. Das palästinensische Volk werde nicht länger "eine Politik der Fehlinformation" und absichtliche Verzögerungen bei der Umsetzung des Abkommens dulden. Denn ohne Einheit sei es nicht möglich, Israel entgegenzutreten oder die Siedlungen zu stoppen.
Nach Aussage des PFLP-Führers hätte es das palästinensische Volk lieber gesehen, wenn Palästinenserpräsident Mahmud Abbas mit einem Mandat echter Partnerschaft vor die UN getreten wäre.
Das Abkommen, das ranghohe Vertreter von Fatah und Hamas am 4. Mai in Kairo unterzeichneten, sieht vor, dass eine Übergangsregierung aus Technokraten eingesetzt wird. Bislang haben sich die beiden rivalisierenden Gruppen allerdings noch nicht auf einen Premierminister für die Übergangsphase einigen können. Seit die Hamas im Juni 2007 gewaltsam die Macht im Gazastreifen übernahm, gibt es zwei palästinensische Regierungen, die sich gegenseitig nicht anerkennen.