Peru: Sprengstoff bei mutmaßlichem Hisbollah-Mitglied entdeckt

LIMA (inn) – Peruanische Sicherheitskräfte haben offenbar Anschläge auf Israelis in dem südamerikanischen Land vereitelt. In der Hauptstadt Lima nahmen sie ein mutmaßliches Mitglied der Hisbollah-Miliz fest – und entdeckten in seiner Wohnung Reste von Sprengstoff.
In Lima haben die peruanischen Behörden einen Libanesen festgenommen, der möglicherweise Anschläge auf Israelis plante.

Der Verdächtige heißt Muhammad Amadar und stammt aus dem Libanon. Am 3. November 2013 reiste er zum ersten Mal nach Peru ein. Zwölf Tage später heiratete er in Yurimaguas im Landesinneren die Peruanerin Carmen Carrión Vela, die im US-Bundesstaat Florida lebt und auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt. Am 8. Juli 2014 registrierten die Behörden die zweite Einreise des Libanesen, wie die peruanische Tageszeitung „La República“ berichtet.
Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad machte unterdessen die Polizei in Peru auf den Verdächtigen aufmerksam, der Mitglied der Hisbollah sei. Daraufhin nahmen die Sicherheitskräfte am Dienstag Amadar in seiner Wohnung in Lima fest. Die Ehefrau war wegen einer USA-Reise nicht zugegen. Im Müll fanden die Polizisten Überreste von TNT und anderen Chemikalien, die für die Herstellung von Sprengstoff dienen. Das Innenministerium teilte mit, die Behörden sollten den Grund für Amadars Aufenthalt im Land ermitteln.
Einem Bericht der israelischen Tageszeitung „Yediot Aharonot“ zufolge hatte der Libanese Informationen über israelische und jüdische Ziele gesammelt. Demnach hatte er unter anderem die israelische Botschaft in Lima, Häuser der Bewegung Chabad und jüdische Gemeindezentren im Visier. Amadars Stadtteil Surquillo befindet sich in der Nähe des Viertels, das die Botschaft und Wohnhäuser israelischer Diplomaten beherbergt.
Im Verhör verneinte der Verdächtige jegliche Verbindungen zur radikal-islamischen Hisbollah. Die peruanischen Behörden informierten israelische Sicherheitskräfte über den Stand der Ermittlungen. Die Sicherheitsmaßnahmen der Botschaft wurden ebenso erhöht wie bei israelischen Touristenzielen und jüdischen Zentren in dem südamerikanischen Land.

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