Peres solidarisiert sich mit arabischer Ortschaft

JERUSALEM (inn) – Der Staat Israel ist stolz auf die Ortschaft Abu Gosch bei Jerusalem. Dies betonte Staatspräsident Schimon Peres am Montag auf einem Solidaritätsbesuch bei einer arabischen Familie, die Opfer eines „Preisschild-Angriffes“ geworden war.
Staatspräsident Peres (M.) hat Opfern eines "Preisschild-Angriffes" in Abu Gosch Mut zugesprochen.

Foto: Israelisches Präsidialamt

Staatspräsident Peres (M.) hat Opfern eines “Preisschild-Angriffes” in Abu Gosch Mut zugesprochen.

In der vergangenen Woche haben Unbekannte in Abu Gosch die Reifen von 28 Fahrzeugen zerstochen und Schmähschriften an Hauswände gesprüht (Israelnetz berichtete). Acht der beschädigten Autos gehören der Familie Abu Hamse. Peres sagte bei seinem dortigen Besuch: „Ich weiß, dass es einige Menschen gibt, die furchtbare Dinge tun. Sowohl von rechts als auch von links hat man diese schändlichen Taten verurteilt. Der Staat Israel wird dem nicht die Hand reichen.“ Er hoffe, dass die Täter gefasst und ihrer gerechten Strafe zugeführt werden.
Einer Mitteilung des Präsidialamtes zufolge fügte Peres an: „Ich bin nicht nur gekommen, um den Terror zu verurteilen, sondern auch, um Abu Gosch zu loben, das eine Quelle des Stolzes für Israel darstellt, indem es ein kulturelles und touristisches Zentrum ist. Deshalb wurden wir alle durch diesen flegelhaften Terror verletzt. Abu Gosch ist Fleisch von unserem Fleisch, wir alle sind ein Volk – das verletzt uns nicht weniger als Sie. Außerdem darf der Glaube nicht verletzt werden, wir müssen in Frieden und Koexistenz leben.“
Begleitet wurde das Staatsoberhaupt vom Ortschaftsratsvorsitzenden Salim Dschaber, der seine Dankbarkeit bekundete: „Unsere Eltern haben uns gelehrt, auf dem Weg des Friedens zu wandeln und eine gute Nachbarschaft und Koexistenz zu wahren. Wir sind Brüder im Blut und im Glauben, wir alle sind Kinder unseres Vaters Abraham. Wir wissen, dass weder der Präsident noch die Regierung für diesen schrecklichen Vorfall verantwortlich sind, sondern eine Gruppe Gestörter.“
Einer der Angehörigen, Hamse Abu Hamse, sagte: „Die Journalisten haben uns gefragt, ob der Vorfall den guten Nachbarschaftsbeziehungen und der Koexistenz zwischen Abu Gosch und den umliegenden Ansiedlungen schaden könnten. Meine spontane Antwort war negativ. Wir wissen, dass es sich um einzelne und gestörte Leute handelt. Dass Sie die Vorfälle verurteilen, stärkt uns und stärkt die Koexistenz in der Region.“ Der zwölfjährige Wassim Abu Hamse beschrieb seine Empfindungen nach dem Angriff: „Der Vorfall war nicht gut, wir sind Juden und Araber, aber es gibt keinen Unterschied zwischen uns, wir sind Brüder.“

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