Peres: „Israelis werden Terror nicht als Lebensnormalität hinnehmen“

STRAßBURG (inn) – Israels Außenminister Shimon Peres hat am Mittwoch vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats in Straßburg das militärische Vorgehen Israels gegen Terroristen verteidigt.

Die israelische Bevölkerung werde Terroranschläge nicht als „Lebensnormalität“ hinnehmen, daher müsse Israel auch mit militärischen Mitteln gegen Terroristen und deren Unterstützter vorgehen, sagte Peres.

Der Außenminister forderte PLO-Chef Yasser Arafat auf, bewaffnete Kräfte und Einheiten in der palästinensischen Bevölkerung unter Kontrolle zu bringen. „Wenn Arafat dem Terrorismus kein Ende setzt, setzt der Terrorismus ihm ein Ende“.

Peres wies zudem die Kritik der Europäischen Union (EU) an der Zerstörung oder Beschädigung von Einrichtungen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) zurück, die von EU-Geldern finanziert wurden.

Nach Angriffen von Palästinensern auf israelische Inspekteure, die sich zu Kontrollen auf dem Flughafengelände in Gaza aufhielten, „mußte Israel handeln“, so Peres. Zudem habe der Radiosender „Stimme Palästinas“, dessen Gebäude bei israelischen Vergeltungsschlägen zerstört wurde, „extrem israelfeindliche Propaganda“ verbreitet.

Am Mittwochmorgen war Peres am Flughafen in Straßburg mit dem EU-Beauftragten für Sicherheits- und Außenpolitik, Javier Solana, zusammengetroffen. Beide Politiker verständigten sich auf eine enge Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA, um im weiter eskalierenden Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern zu vermitteln.

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