Peres in Spanien: “Libyen bald ohne Gaddafi”

MADRID (inn) - Israels Staatspräsident Schimon Peres geht davon aus, dass es bald "ein Libyen ohne Gaddafi" geben werde. Zu Beginn eines viertägigen Besuches in Spanien am Montag bezeichnete er es als "Ironie der Geschichte", dass der libysche Staatschef Muammar Gaddafi vor Kurzem seinen Wunsch nach einem "Nahen Osten ohne Israel" geäußert hatte.

Die derzeitigen Entwicklungen im Nahen Osten seien "voller Hoffnungen darauf, dass die Moderaten, die Jungen, diejenigen, die Demokratie wollen, gewinnen werden, und nicht die Tyrannen, die Diktatoren, nicht die Korrupten", sagte Peres im Hinblick auf die Tumulte in der arabischen Welt vor der jüdischen Gemeinde in der Zentralen Synagoge in Madrid.

Peres hält sich anlässlich der 25-jährigen diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern zusammen mit rund 40 führenden israelischen Geschäftsleuten in Spanien auf. Am heutigen Dienstag beginnt der offizielle Teil seiner Reise. Geplant sind unter anderem Treffen mit König Juan Carlos, Premierminister Jose Luis Zapatero und Außenministerin Trinidad Jimenez.

Israel und Spanien hatten am 17. Januar 1986 diplomatische Beziehungen aufgenommen, fast vier Jahrzehnte nach der Gründung des jüdischen Staates. Ein Grund für die späte Aufnahme war die Herrschaft des Diktators Francisco Franco bis zu dessen Tod 1975. Dieser hatte den Staat Israel nie anerkannt und pflegte gute Beziehungen zur arabischen Welt.

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