Peres: „Hamas will keinen palästinensischen Staat“

JERUSALEM (inn) - Die Hamas ist nicht an der Gründung eines Palästinenserstaates interessiert - sonst würde sie den Raketenbeschuss auf Sderot stoppen. Diese Ansicht äußerte Israels Staatspräsident Schimon Peres am Montag bei einem Treffen mit dem österreichischen Kanzler Alfred Gusenbauer.

„Wir hatten einen harten Tag in Sderot“, sagte Peres. „Sieben Raketen sind gefallen und hätten beinahe unsere Kinder getötet. Es ist eine unerträgliche Situation, und es gibt eine Adresse dafür – die Hamas. Israels Toleranzbereitschaft ist begrenzt.“ Am Montagmorgen hatte eine Kassam-Rakete eine Kindertagesstätte in der israelischen Wüstenstadt getroffen. Mehrere Kleinkinder erlitten einen Schock.

Der Präsident fügte hinzu: „Israel hat den Gazastreifen vollständig verlassen. Es gibt keinen israelischen Staatsbürger auf seinem Gebiet. Heute frage ich mich: warum? Warum schießt die Hamas? Was ist ihr Ziel? Es gibt nur eine Antwort: Die Hamas ist eine fanatische religiöse Organisation, die keinen Staat für ihr Volk will, sondern die gefährliche radikale religiöse Vorherrschaft einführen will, die sich des ganzen Nahen Ostens bemächtigt und grünes Licht dafür gibt, dass in ihrem Namen unschuldige Menschen getötet werden.“

Die Taten der Hamas schadeten Palästinensern und Israelis, so Peres weiter. „Die Hamas hat ein Ziel: den Staat Israel zu zerstören. Dies ist eine Gefahr für die gesamte freie Welt.“

Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, ging es bei dem Gespräch auch um die atomare Bedrohung aus dem Iran. Gusenbauer versicherte, dass Österreich weiter gegen den Iran arbeiten werde.

Am Ende des Treffens sagte Peres bezüglich der israelischen Haltung gegenüber den Palästinensern: „Bitte bekommen Sie keine falsche Vorstellung. Während Israel große Anstrengungen unternimmt, um Frieden mit den Palästinensern zu erreichen, hat es noch mehr die Pflicht, die Leben seiner Bürger und Kinder zu beschützen. Der Terror muss aufhören.“

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